Vor einem gläsernen Unternehmensgebäude steht in Handschrift -neuer Job-

Neuer Job. Neues Abenteuer. | Wie gelingen die ersten Wochen?

Ich kann mich noch gut erinnern, vor nicht ganz einem Jahr habe ich neu bei der Baloise angefangen. So ein neuer Job sorgt für Aufregung. Gut: bei mir war der Bruch zum alten Leben besonders stark. Raus aus Berlin, raus aus dem Journalismus, ab nach Basel und rein in die Versicherungswelt. Aber das spielt am Ende keine Rolle. Neu ist neu und neu ist anders und an neu muss man sich erstmal gewöhnen. Bzw. das Neue muss sich auch an dich gewöhnen. Wie also schaffst du es gut durch die erste Zeit? Ich habe einmal zurück gedacht und ein paar Vorschläge für dich.

Schon vor Jobantritt | Das Team kennenlernen

Ich hatte grosses Glück. Mein Team hat mich vor Jobantritt sehr stark integriert. Via Whats App bekam ich wöchentlich ein Update in einer Sprachnachricht: Was waren die wichtigsten Ereignisse? Welche Projekte wurden bearbeitet? So habe ich früh ein Gefühl dafür bekommen, woran das Team arbeitet und was zukünftig mein Anteil sein wird. Es entstand ein Verständnis für das grosse Ganze. Ausserdem war es unheimlich nett, alle zu hören. Das schafft Bindung, auch wenn man sich noch nicht kennt. Nun wird nicht jeder Bereich so einen Austausch favorisieren und auch du bist möglicherweise nicht der Typ dafür, aber es schadet nicht, hin und wieder nachzufragen. Vielleicht rufst du initiativ ein-, zweimal an und erkundigst dich vor deinem Jobantritt wie es läuft bzw. ob du dich bereits in ein Thema einlesen kannst. Damit zeigst du Interesse und entwickelst ein Gefühl für deinen neuen Job.

Informiere dich über das Unternehmen

Google hin und wieder deinen neuen Arbeitgeber, besuch’ seine Webseite und folge ihm auf seinen Social Media Kanälen. So bekommst du einen Einblick, was im Unternehmen läuft. Welche Produkte wurden vielleicht gelauncht? Gibt es kulturelle Veränderungen? Vielleicht haben Events stattgefunden. Immer mehr Firmen schreiben wie wir ihren Blog. Dort kannst du eine Menge über das erfahren, was passiert und bei dir entsteht ein besseres Gefühl, wie dein neuer Arbeitgeber tickt.

Neuer Job | Deine Wirkung überprüfen

Ein Neuanfang ist auch eine Chance, alte Muster, die dich vielleicht nicht unbedingt weitergebracht haben, abzulegen oder zu hinterfragen. Sprich mit Freunden oder alten Arbeitskollegen/-innen, wie du so wirkst. Was schätzen sie an dir? Wann forderst du sie heraus? Es kann nie schaden, ab und zu zu reflektieren und ein wenig an sich zu arbeiten.

Welcome Day| Erste Kontakte knüpfen

Die Baloise veranstaltet für alle Neulinge einen Willkommenstag. Damit sind wir in der Unternehmenswelt nicht allein und so ein Tag ist sehr dankbar. Ich zehre heute noch von den Kontakten, die ich an meinem ersten Tag geknüpft habe. Unsere Kultur hat es mir sehr leicht gemacht, auf die Leute zuzugehen. Gespräche entstanden unheimlich schnell und ich hab sie als sehr angenehm empfunden. Lass dich drauf ein! Es ist für jeden der erste Tag. Das ist der gemeinsame Nenner. An so einem Tag erfährst du viel über die Unternehmenskultur. Wir hatten z.B. Gelegenheit, verschiedene Führungskräfte zu besuchen, die uns von ihren Bereichen erzählten. Man lernt, wo im Haus wer sitzt und was dort bearbeitet wird. Das nimmt sofort Hemmschwellen. Ich war überrascht, wie offen und authentisch hier aufeinander zugegangen wird. Selbst unser Group CEO Gert De Winter nimmt sich am Willkommenstag hin und wieder Zeit und plaudert mit den Ankömmlingen.

Die ersten Tage | Einfach alles aufsaugen

Zu Beginn kannst du selbst noch wenig produktiv sein. Dein neuer Job braucht erstmal eine Basis: Wo ist dein Arbeitsplatz? Hast du einen Laptop? Ist dein Email Account aktiv? Auf welchen Laufwerken werden welche Dokumente gespeichert? Viel Administratives, in dessen Routine du zunächst finden musst. Mein Onboarding war unheimlich gut vorbereitet. Alles Technische hat direkt funktioniert, sämtliche Arbeitsmittel waren komplett, mein Email-Eingang vollgestopft mit Einladungen zu Kennenlern-Dates. Obendrein gab es eine Liste mit zusätzlichen Kontakten, die für mich zukünftig wichtig sein würden. Ein riesen Dank an mein Team!

Wenn der Einstieg bei dir nicht ganz so rund vorbereitet sein sollte, geh aktiv auf deine Leute zu und bitte um Hilfe. Frag z.B. welche Kollegen/- innen für dich und deine zukünftige Arbeit interessant sein könnten und vereinbare Lunches bzw. Gespräche. Je schneller du dich vernetzt, desto einfacher wird’s. Gute persönliche Kontakte sind von unschätzbarem Wert. Auch hier macht es einem die Baloise leicht. Bei uns gibt es Blind Lunches. Du wirfst deinen Namen in eine Box und wirst irgendwem zum Mittagessen zugelost. Ideal, um Menschen kennenzulernen.

Neuer Job | Setz dich nicht unter Druck

Jeder weiss, dass du neu im Team bist. Niemand wird sofort Wunder von dir erwarten. Gib dir Raum, dich überall einzufinden. Nimm dir Zeit für Gespräche, merke dir die Namen der Anderen. Es klingt so banal, aber darüber wirst du Wertschätzung erfahren. Erinnerst du dich bei der zweiten Begegnung an Personen und Geschichten, bewirkt das bei deinem Gegenüber ein positives Gefühl. Frag nach, ob du anderen Mitarbeitenden über die Schulter schauen kannst. Das schärft dein Verständnis für die Arbeit um dich herum. Es ist in dieser ersten Zeit auch Eigeninitiative gefragt. Toll, wenn alles vorbereitet ist und man dich an die Hand nimmt. Falls aber nicht, werde aktiv und hilf dir selbst!

Fragen. Fragen. Fragen

Für mich war und ist eben das der Schlüssel zu ständig wachsendem Verständnis und hin zu meiner persönlichen Entwicklung. Wenn du etwas nicht weisst, frag nach. Wenn du einen Begriff bzw. eine Abkürzung nicht kennst, sag das. Du vergibst dir gar nichts. Es ist viel schlimmer, unwissend durch deinen neuen Job zu stolpern.

Kritik später! | Meinung vertreten gern

Wie in jeder Arbeitsstelle wird dir über kurz oder lang auch dein neuer Job Dinge offenbaren, die Verbesserungspotential besitzen. Warte mit deiner Kritik bis du besser etabliert bist. Es wird eventuell als respektlos aufgefasst, wenn du solche Hinweise zu schnell formulierst. Das gilt nicht für deine Meinung. Sich in Diskussionen angemessen in vernünftigem Ton zu positionieren, zeugt von Stärke und zeigt wofür du stehst. Bei der Baloise ist genau das explizit gewünscht. Durch alle Ebenen und Bereiche. Solltest du auf eine andere Kultur treffen, musst du vielleicht hinterfragen, wie gut das zu dir passt.

Wenn du angekommen bist | Nicht nachlassen

In meiner Anfangszeit, lief das Netzwerken wie am Schnürchen. Binnen kürzester Zeit hatte ich das Gefühl, die halbe Firma zu kennen. Das ist natürlich übertrieben, aber es war enorm, wie leicht der Zugang zu den Kollegen/- innen bei der Baloise zu finden war. Eine besondere Stärke. Nach den ersten Monaten aber spürte ich eine Art “Stop”. Ich hatte nun diese bestimmte Anzahl an Kontakten, aber sie stagnierte. Hier bist erneut du selbst gefragt. Halt die Augen und Ohren offen. Wer könnte noch spannend sein? Wo finden Events statt, an denen du andere Leute triffst und zudem von noch mehr Dingen hörst, die gerade bei deinem neuen Arbeitgeber laufen? Mich hat dieses “Dranbleiben. Zuhören. Dabei sein.” unheimlich weiterentwickelt. Es ist toll, Neues zu entdecken.


Shortlist nützlicher Tipps

Merke dir die Namen deiner Kollegen/-innen.

Beobachte die Dynamik in deinem Team und deiner Abteilung.

Biete deine Hilfe in Bereichen an, von denen du etwas verstehst.

Stelle Fragen und bitte um Hilfe.

Suche nach einem “Early Win”, mit dem du zeigst, was du kannst.

Lass dich von Rückschlägen nicht unterkriegen.


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