ein kleiner Junge macht sich im Pappkarton auf zum Mond

Kreativität | Wie du sie voll entfaltest!

Es ist interessant zu beobachten: Wenn du Menschen bittest, einmal kreativ zu arbeiten, ein bisschen zu spinnen und querzudenken, dann gehen bei nicht Wenigen die Lampen aus. “Ich bin nicht kreativ”, heisst es dann. Kleine Schweissperlen bilden sich und dunkle Wolken. Dabei steckt in jedem von uns Kreativität – ob Elektriker oder Sachbearbeiter, Bäcker oder Kundenberater. Allerdings: nutzen wir die Mechanismen nicht besonders häufig. Das ist schade. Denn in unserer sich mehr und mehr digitalisierenden Welt braucht es kreative Lösungen, um im Markt bestehen zu können. Los geht’s!

Schau, aber interpretiere nicht

Dinge sind was sie sind was sie sind. Ein Quirl ist ein Quirl, eine Steckdose ist eine Steckdose. Sehr viele Menschen würden mir dahingehend wahrscheinlich Recht geben. Aber das stimmt so nicht. Eine gute Übung, um deine Kreativität anzukurbeln, ist die folgende. Schau dir Gegenstände an, aber interpretiere sie nicht. Verbinde sie nicht mit dem Zweck, den sie ursprünglich haben. Frage dich: Was könntest du noch damit anstellen? Nimm dir Zeit, dreh und wende sie, verändere deine Sicht auf sie und finde neue Zugänge. Plötzlich werden ein Quirl zum Leuchter und eine Steckdose zum Schlüsselbrett. Auf die Betrachtung kommt es an und glaub mir, das funktioniert mit fast allem.

Hör auf, dich zu entschuldigen

Wir haben so einen Hang dazu, uns überall für alles zu entschuldigen – auch wenn es keinen wirklich Grund dafür gibt. Im Zusammenhang mit Kreativität liegt es nicht selten an der eigenen Unsicherheit. Du hast das Gefühl, das sei nicht deine Stärke und entschuldigst dich schon vorab für das sicherlich schlechte Ergebnis. Jetzt erinnere dich mal an deine Kindheit: Jeder Klecks, jede Kritzelei war es wert, dass du sie deinen Eltern zeigen wolltest – voller Stolz. Das ist die Naivität, die Kreativität manchmal braucht. Wenn du sagst, eine Banane fungiert für dich als Nudelholz, dann ist das kreativ. Du hast sie zweckentfremdet, ihr eine neue Idee zugewiesen. Kein Grund zu sagen: Sorry, was Besseres ist mir nicht eingefallen. Es geht hier nicht um Wertung, sondern darum, deine kreative Seite anzustupsen. Eine Idee führt zur nächsten. Selbstvertrauen spielt dabei eine wichtige Rolle.

Fehler machen dich besser

Es gibt einen Slogan, der diesen Gedanken perfekt zusammenfasst: Verlierer hören auf, sobald sie scheitern. Gewinner versuchen es so lang bis sie erfolgreich sind. Übernimm letztere Haltung in dein Mindset! – Nehmen wir das Beispiel Viagra, auch wenn es ein alter Hut ist. Das Mittel wurde ursprünglich gegen Herzerkrankungen entwickelt. Die Studien verliefen enttäuschend, aber manche Probanden berichteten verzückt von längerem Spass in den Betten. Manche wollten das Medikament nach der Studie nicht mehr hergeben.

Viagra wurde eine Erfolgsgeschichte per Zufallsentdeckung. Was ich sagen will: Fehler zu machen, ist gut. Du scheiterst, schliesst diesen Weg aus und machst den nächsten Schritt in eine neue Richtung. Fehler machen dich klug. Im Fall von Viagra war es nicht das ursprünglich gewollte Medikament – also, ein Fehler – aber genau der lieferte ein riesen Geschäft.

Kreativität | Zwischen Anspannung und Entspannung

Aus der Erfahrung kann ich dir sagen: Es bringt gar nichts, zu denken und zu denken, während du merkst, es kommt nichts dabei raus. Leg’ die Gedanken beiseite und mach etwas Anderes, beschäftige dich nicht mehr mit der Suche nach deiner Idee. Das lenkt dich ab und macht deinen Kopf frei. Irgendwann später gehst du erneut in dich, bist vielleicht in einer anderen Stimmung, einer anderen Umgebung und – zack, bumm – sprudeln die Ideen. Gute Gedanken kommen mir z.B. nicht selten auf der Toilette oder beim Joggen – aber ich übertreibe es nie. Wenn ich spüre, gerade will so gar nichts in mir sacken, dann suche ich mir Ablenkung. Und genau so funktioniert Kreativität: Du grübelst nach Lösungen und lässt nach einer gewissen Zeit von ihnen ab. Irgendwann später nimmst du die Gedankenfäden wieder auf. Hin und wieder hilft es auch, deine ersten vagen Ideen mit anderen zu besprechen. Ihr Input führt dich vielleicht zum nächsten Gedanken und zum Big Bang.

Du hast 2 Minuten, diese Kreise mit deinen Ideen zu füllen.

Denke in Bildern

Es gibt akustische Typen, die reagieren auf Musik oder Geräusche und werden plötzlich kreativ, andere sind visuell unterwegs. Zeichnungen können dir helfen, deine Gedanken zu ordnen und Ideen weiterzuentwickeln. Probier es einfach mal aus!


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