eine blonde Frau und ein dunkelblonder Mann in Büroräumen

Liebe Eltern! Wie wollt ihr arbeiten?

Der eine ist im Projektmanagement der Baloise, seit 9 Jahren Vater und ebenso lang bei 80% Teilzeit. Die andere ist junge Mutter, zum ersten Mal in leitender Funktion, und fühlt sich mit 100% Arbeitszeit absolut flexibel. Verkehrte Welt oder Aufbruch in eine Neue? Wir räumen auf mit klassischen Rollenbildern.

Eine provokante These

Frauen, die zu 100% arbeiten, sind die schlechteren Mütter. Männer in Teilzeit die mieseren Arbeiter.

Stimmt das? “Natürlich nicht”, sagt Alex Siegrist, “aber es ist ein Bild, das in der Gesellschaft noch immer existiert.” Als ich mich mit der Geburt meines Sohnes Léon für Teilzeit entschieden habe, war es ein Entweder/Oder. Gibt es für mich nur den Job oder zählt für mich mehr im Leben? Ich wollte eben nicht alles zu 100% meiner Arbeit unterordnen.” Alex Siegrist fühlte sich daheim von Anfang an einem gleichberechtigten Anspruch verpflichtet. Warum sollten nicht er und seine Frau ihre Arbeitsstunden reduzieren? Gesagt getan. Allerdings, bei aller Offenheit seiner Arbeitgeber, bei aller Unterstützung, die er stets erfuhr, wurde für Alex doch eines klar. “Manche Meetings, manche Termine sind bei 80% Teilzeit nicht realisierbar. Man ist nie genug da.”

Eine provokante Frage

Warum erkundigt sich niemand bei den Vätern, ob sie ihre Arbeitszeit reduzieren wollen?

Inga Niemeyer ist es leid, dass diese Frage stets nur Frauen gestellt wird. Schon bevor sie Mutter wurde, hatte sie darüber nachgedacht, ob sie auf 90 % oder 80% reduzieren sollte. “Mit den flexiblen Möglichkeiten bei der Baloise allerdings war das nicht nötig. Brauche ich mehr Zeit, nehme ich unbezahlten Urlaub. Das ist ein Privileg und eröffnet mir Spielraum”, sagt die Leiterin Business Development und Services im Geschäftsbereich Schaden. “Ich möchte beides: einen anspruchsvollen Job, in dem ich etwas bewirken kann, und eine Familie. Hier geht das.” Inzwischen liegt ein gutes Dreivierteljahr Praxis hinter ihr. Es funktioniert. Aber, was Inga einräumt: es braucht als Mutter ein anderes Timing im Job. Früher arbeitete die 37-jährige gern zwischen 17 und 19 Uhr. “Das mache ich nicht mehr. In diesem Zeitfenster sehe ich meine Tochter Nina. Ein guter Grund, mich zu disziplinieren.”

Effizienz gewinnt an Bedeutung

Dieses Gefühl, des Effizientseins, kennt Alex nur allzu gut. “Ich habe mit vier Tagen die Woche angefangen und bin später auf zwei freie Nachmittage gewechselt. Der Druck auf die Arbeitszeit erhöht sich. Jede nicht produktive Minute wird spürbar. Ich muss besser priorisieren.” Für Inga bezieht sich das nicht ausschliesslich auf die Arbeit. “Mein Freund und ich müssen uns nun auch daheim besser organisieren und mehr absprechen. Wie alle Eltern. Bei uns wird alles gerecht aufgeteilt: Job, Kind, Haushalt.”

Welches Arbeitsmodell empfiehlt sich?

 “Das muss jeder selbst herausfinden und entscheiden, unabhängig vom Geschlecht.”, sagt Alex. “Ich habe meine grösseren, privaten Fenster, die Plus-Zeit mit meinem Sohn, immer als unglaublich wertvoll empfunden und ich denke, Léon schätzt sie ebenso. Wir alle sind mehr als nur eine Rolle. Wir sind nicht nur Angestellte oder nur Eltern. Wir sind beides und ich bin glücklich, dass ich bei der Basler ein Modell gefunden habe, das zu mir passt.” Letztlich gilt genau das auch für Inga. Als Mutter die Chance zu bekommen, in eine erste Führungsrolle zu schlüpfen, ist für sie (“leider”) noch keine Selbstverständlichkeit. “Ich bin zufrieden, denn natürlich hatte ich den Gedanken: muss ich mich wieder beweisen nach dem Mutterschutz? Unsere Branche kommt nicht selten konservativ daher.” Bei der Baloise aber hat sich für Inga gezeigt, dass ihre Sorge unbegründet war. “Meine neue Doppelrolle ist keine Doppelbelastung, sondern doppelte Freude.”


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