Bewerbungswebsite – Braucht man so etwas?

Gelegentlich bekommen wir im Rahmen einer Bewerbung Links zu einer Bewerbungswebsite mitgeliefert. Manche begeistern, andere schrecken eher ab. Wir möchten euch heute ein paar Do’s und Don’ts rund um die Bewerbungswebsite mit auf den Weg geben. Ausserdem geben wir Tipps, für welche Bewerbungen solch eine Website interessant sein könnte.

 

Mit einer gut gestalteten Website könnt ihr dem Recruiter und eurem potentiellen neuen Chef ein paar Eindrücke zu euch und eurer Arbeit mitgeben, die über die Bewerbungsunterlagen hinausgehen. Das kann bei kreativen Berufen (z.B. Grafiker, Architekt) oder bei IT-Berufen (Java-Entwickler, Webdesigner) einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Bei Bewerbungen für kaufmännische Sachbearbeiterpositionen punktet eine solche Website aber in den seltensten Fällen.

 

Do’s

  • Die Bewerbung sinnvoll ergänzen
    Was sollten Recruiter und Fachabteilung noch über euch wissen, was nicht bereits in euren Bewerbungsunterlagen steht? Auf der Website könnt ihr eure Trümpfe ausspielen. Sei es durch eine besonders kreative Gestaltung (Grafiker), das Hinterlegen von Arbeitsproben (Softwareentwickler), ein Fotoalbum zum eigenen Portefeuille (Designer, Architekt) oder eine geschickte Einbindung eurer Social Media Profile.
    Extratipp
    : Oder warum nicht mal ein Interview mit euch selbst? So etwas gefällt und bleibt in Erinnerung.
  • Klare und saubere Gestaltung
    Wer Bewerbungen liest und auswählt hat meistens einen stressigen Job (ja, wirklich!). Studien haben ergeben, dass die ersten 5 Sekunden nach Öffnen einer Bewerbung ausschlaggebend dafür sind, ob die Bewerbung tatsächlich gelesen wird. Daher gilt genau wie beim Lebenslauf: Gestaltet auch die Website ansprechend, aber übersichtlich.Suchspiele auf der Startseite sind kreativ, aber der Recruiter wird reflexartig die Website verlassen. Alle Informationen müssen mit einem Klick von der Startseite erreichbar sein. Die Seite ist eure Visitenkarte im Netz: Keine Schreibfehler, Links, die ins Leere laufen oder unsaubere Programmierung!
    Extratipp: Die Seite sollte auch auf älteren Browsern funktionieren. Viele Unternehmen haben alte Browserversionen

 

Don’ts

  • Die Seite als Bewerbungsersatz nutzen
    Eine Email an die Personalabteilung mit der Bitte, sich die Bewerbungswebsite anzuschauen, wird tendenziell gelöscht. Die Website sollte immer ergänzend sein. Recruiter sind oft “furchtbar altmodisch” und möchten Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse von euch haben. Das gehört also in jedem Fall dazu. Warum? Diese Dokumente können einfach gespeichert, ausgedruckt und weiterverteilt werden.
  • Die Bewerbung online wiederholen
    Der Recruiter sollte bereits eure Bewerbungsunterlagen haben. Eine Website, auf der er lediglich dieselben Informationen noch einmal findet, bietet keinen Mehrwert.
  • Die Seite aus dem Baukasten
    Mit der Website möchtet ihr euch von der Konkurrenz absetzen und eure Fähigkeiten vermarkten. Eine gute Bewerberwebsite darf ruhig mit Hilfe von Vorlagen erstellt werden, sollte aber nicht nach Baukasten oder völlig veraltet aussehen. Bitte nur, wenn ihr bereits Erfahrung mit der Websiteerstellung habt, ansonsten wirkt das Ganze kontraproduktiv.
  • Der CV-Teil auf der privaten Website
    Die private Website über deine Familie oder deine Hobbies um eine Bewerbungssektion zu ergänzen, ist relativ einfach. Aber wollt ihr private Fotos oder euer Reisetagebuch wirklich als Teil eurer Bewerbung benutzen? Legt für die Bewerbungswebsite lieber eine separate Domain an!

Habt ihr schon einmal eine Website für die Bewerbung angelegt? Verweist ihr in Bewerbungen auf Social Media Profile? Wie waren die Reaktionen bisher?

– Jonas

3 Antworten
  1. Stephan
    Stephan says:

    Ja, habe eine erstellt. Vorallem, da sich viele über meine e-mail-Adresse gewundert haben. So hoffe ich nun, Recruiter “gwundrig” machen zu können und, dass so meine Seite besucht und gelesen wird.
    Ich gebe auf der Seite zusätzliche Infos zu mir, was nicht mehr ins Bewerbungsschreiben passt.
    Leider habe ich, ausser erbetenen Feedbacks aus dem Freundeskreis, keine Reaktion darauf erhalten.
    Aber dennoch glaube ich an die Wirkung einer persönlichen Seite.

    Antworten

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