Vier bunte Würfel liegen auf einem Tisch. Jeder trägt einen Buchstaben. J.O.B.S.

Jobsuche XXL: Wie du dich nicht entmutigen lässt

Freunde, ich kann ein Lied davon singen. Bewerbungen schreiben, verlangt dir einiges ab und platziert dich in einem rechten Emotionskarussell.

Du suchst nach einem Job, der zu dir passt. Du findest einen Job, der zu dir passt. Du fühlst dich unter Druck. Mist, die Bewerbung muss so schnell wie möglich raus. Du trittst dir in den Hintern und stellst deine Unterlagen zusammen. Du schickst alles ab. Du wartest gebannt. Du hoffst. Du wünschst. Du wirst ungeduldig. Einen Tag. Zwei Tage. 5 Tage.. Firmen verhalten sich dahingehend sehr unterschiedlich. Am Ende bist du leider nicht der richtige Kandidat/ die richtige Kandidatin. Alles wieder auf Anfang. Alles wieder von vorn.

Bewerbungen schreiben, heisst Gefühle durchleben

Ich persönlich habe bei meiner jüngsten Jobsuche eine ganze Reihe Bewerbungen verfasst bis ich meine jetzige Stelle – nämlich für Euch in diesem Blog zu schreiben – gefunden habe. Das Spannende: mich dabei zu beobachten. Die Freude über ein Inserat, das mir gefällt. Der Druck beim Schreiben der Bewerbung. Die Hoffnung und die anschliessende Enttäuschung bei einer Absage – verbunden mit der Frage: warum? Ich wusste eigentlich nie so genau, warum ich abgelehnt wurde. Das kann ja tausend Gründe haben. Wird einem aber meist nicht gesagt. Und auch wenn du gar nicht unter dem akuten Zwang stehst, einen Job finden zu müssen, frustriert es. Warum bin ich nicht gut genug?

Weil ich dieses Gefühl nur allzu gut kenne, kommt hier eine Motivationsspritze, die dir helfen soll, durchzuhalten bis du deinen Traumjob hast!

Nimm Absagen nie persönlich!

Du selbst weisst genau, was du kannst, wer du bist, wofür du stehst, welche Erfahrungen du bietest, was du gelernt hast, was deine Talente sind. Mach dir das bewusst und sei bei deiner Jobsuche stolz darauf. Ja, dieser Stolz muss aus dir selbst kommen! Eine Absage kann viele Gründe haben. Jemand Anderes hatte vielleicht bessere Noten oder kann die treffenderen bzw. mehr Erfahrungen zu der ausgeschriebenen Stelle vorweisen. Vielleicht hat den Empfänger deiner Bewerbung die Tonalität eines anderen Anschreibens intuitiv mehr angesprochen. Sowas passiert. Das macht dich aber nicht per se zu einem Taugenichts. Es hat nur speziell auf diese Stelle nicht gepasst. Manchmal sind Jobs auch bereits intern vergeben, müssen aber extern ausgeschrieben werden. Das hat überhaupt nichts mit dir zu tun. Vertrau auf deine Stärken! Bemüh dich, Absagen zu abstrahieren und nicht persönlich zu nehmen! Ich bin überzeugt: es ist wie beim Fussball. Wenn du immer wieder auf das Tor anrennst, erzielst du irgendwann auch einen Treffer.

Lenk dich ab!

Ich persönlich bin jemand, der sich mit Dingen, die mich in eine negative Stimmung versetzen, nicht allzu lange auseinander setzen will. Deshalb geh ich raus, treibe Sport, treffe mich mit Freunden, jongliere. Letzteres klingt vielleicht albern, hilft aber tatsächlich. Denn die Konzentration beim Jonglieren (lernen) ist so intensiv, dass dein Hirn gar keine Kapazität hat, über irgendetwas Anderes nachdenken zu können. Schachspielen hat einen ähnlichen Effekt. Was ich sagen will: klebe nicht an deiner Absage. Schau dir an, wer dich in deinem Umfeld alles mag und dich schätzt für eben das, was du bist und zu bieten hast. Mit diesem Selbstvertrauen gehst du die nächste Bewerbung an!

Hinterfrag dich!

Ich zum Beispiel war recht überzeugt, dass meine Bewerbungen stets gut verfasst waren, bis ich das Anschreiben und sämtliche Dateien meinem Freund gezeigt habe. Der meinte: zu holprig geschrieben. Keine logischen Absätze. Zu wenige Details im Lebenslauf. Er könne sich anhand meiner Zeilen gar nicht vorstellen, was ich wirklich genau getan hätte bei meinen vorhergehenden Jobs. Deshalb mein Tipp: hinterfrag dich. Koch nicht ausschliesslich dein eigenes Süppchen, sondern besprich dich mit anderen. Hör dir an, was Freunde, die Familie zu sagen haben zu deiner Mappe und schau, welche Hinweise deine Bewerbung besser machen. Frag deine Leute nach ihren Bewerbungen. So bekommst du einen anderen Blick und vielleicht Ideen, mit denen du deine Unterlagen aufpeppen kannst.

Vernetz dich bei deiner Jobsuche!

Es ist nicht leicht, auf andere Leute zuzugehen, Klinken zu putzen, sich anzupreisen, aber es wird deine Jobsuche erleichtern. Facebook, LinkedIn und Co. machen es dir leicht. Check mal in den Portalen, welche Gruppen dir Zugang zu Branchen und Jobs ermöglichen, die dich interessieren. Damit meine ich, wo findest du Kontakte, die dich weiterempfehlen oder auf Inserate/ freie Stellen aufmerksam machen können? Es gibt Gruppen zu allem Möglichen. Durchforste einfach mal die sozialen Netzwerke und tritt den Gruppen bei, die dir einen Mehrwert bei deiner Jobsuche bieten. Das ist zeitgemässes Vitamin B.

Lach darüber!

Wenn gar nichts mehr hilft, und Fräulein Frustration doch bei dir an die Tür klopft, erheitert dich vielleicht dein Galgenhumor. Denn einige Absagen bergen schlichtweg gute Geschichten, die man später immer wieder zum Besten geben kann. Ich erzähl dir meine. Bevor ich diesen Job bei der Baloise angetreten habe, war ich 20 Jahre lang in den Medien unterwegs. Mit den entsprechenden Referenzen habe ich mich auf eine Stelle beworben. Die Absage kam eine Woche später und enthielt die folgenden Zeilen. “Sehr geehrte Frau Fröschke, leider können wir Sie für die ausgeschriebene Stelle nicht berücksichtigen. Es braucht einen journalistischen Hintergrund und selbige Erfahrungen, um den Job ausfüllen zu können.” In meiner ersten Wut dachte ich, ich müsste empört bei diesem Arbeitgeber anrufen und ihn auf seine Ignoranz hinweisen, denn offensichtlich wurde meine Bewerbung nicht gelesen. Am nächsten Morgen aber konnte ich herzhaft darüber lachen. Ganz ehrlich: wer deiner Bewerbung derart wenig Respekt zollt, hat dich auch nicht verdient.


Brauchst du mehr Tipps? Kein Problem. Haben wir.

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