Eignungs- und Persönlichkeitstest | Wie kommst du durch?

Du willst diesen Job, du hast dich beworben und sie finden dich interessant: An dieser Stelle – konkret: z.B. online während oder nach der Bewerbung – erreicht dich von manchem Arbeitgeber die Einladung zu einem Eignungstest. Damit hast du zwar die erste Hürde genommen, aber Du musst dich bewähren, persönlich wie intellektuell. Das lässt deine Anspannung steigen. Was wird gefordert? In welcher Zeit und welchem Format? Wie bestehe ich? Ein Leistungs- oder Persönlichkeitstest ist eine Welt für sich: irgendwie spannend, ganz sicher herausfordernd und eine Erfahrung, aber auch nicht ganz rational. Gerade die psychologische Komponente folgt in der finalen Beurteilung recht subjektiven Mustern. Schauen wir mal wie du dich darauf vorbereiten kannst.

Warum gibt es einen Persönlichkeitstest?

Letztlich geht es um eine differenzierte Auswahl von Personen. Wie findet der Arbeitgeber heraus, ob die Firmenphilosophie mit der Persönlichkeit des Arbeitnehmers harmoniert? Der Test soll einen Eindruck von deinen Stärken, Schwächen und Neigungen vermitteln. Wie gut das gelingt, darüber scheiden sich die Geister. Wirtschaftlich betrachtet geht es um eine Risikominimierung: Denn einen falschen Kandidaten einzustellen, würde unnötig Kosten verursachen. Wichtig für dich zu wissen ist es, dass die meisten Firmen einen Persönlichkeitstest eher als zusätzliche Information in ihrem Selektionsprozess verstehen und nicht als Killerkriterium.

Eignungstest | Was wird abgefragt?

Allgemeinwissen, logisches und analytisches Denkvermögen, Mathematik, Konzentration, sprachliches wie technisches Verständnis. Ganzheitlich betrachtet sind es psychologische Tests, die dein Verhalten insgesamt bewerten. Mach dir vorher klar: Einige Aufgaben sind bewusst so angelegt, dass du z.B. unter Zeitdruck gerätst. Dein Gegenüber kann daraus ablesen, wie du dich in stressigen Situationen managst. Bleibst du cool oder gewinnen deine Schweissperlen die Oberhand? In diesem Punkt kannst du dir grundsätzlich merken, nicht Vollständigkeit ist entscheidend, sondern die Richtigkeit dessen, was du angibst.

Persönlichkeitstest

Wer bist du? Wie schätzt du dich selbst ein? Wie gross sind deine Motivation, dein Verantwortungsbewusstsein oder deine Kommunikationsfähigkeiten? Hier gibt es keine korrekten oder falschen Antworten, hier geht es einfach um die Wahrheit. Du bist wer du bist. Dein Charakter ist längst geformt: Deshalb antworte möglichst ehrlich. An dieser Stelle muss man schnörkellos sagen: Wenns nicht passt, dann passt es nicht. Das macht dich nicht zu einem schlechteren Menschen. Sagen wir, ein Unternehmen sucht nur Ja-Sager und du aber vertrittst deine eigene Meinung: Dann möchtest du in dieser Firma vermutlich auch gar nicht arbeiten.

Lampenfieber in den Griff bekommen

Kaum jemand mag Prüfungssituationen. Bei vielen Menschen verursachen sie Druck und Nervosität – schlimmstenfalls führen sie zum Blackout. Souveränität adé. Das aber muss nicht sein. Es gibt Tricks, mit denen du dich beruhigen kannst. Die lassen sich erlernen.

Mach dir die Ursachen klar

Warum reagierst du so gestresst? Weil du nicht scheitern willst, nicht das Gesicht verlieren willst oder möglicherweise zurückgewiesen wirst. Daraus leitet dein Gehirn eine Bedrohung ab und reagiert mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Deshalb geht es wissenschaftlich betrachtet aus Sicht der Stressforschung auch darum, die Lücke zwischen wahrgenommener Anforderung und dem eigenen Können zu schliessen. Das heisst für dich: Je mehr du über deine Testsituation weisst, und je besser du deine Fähigkeiten einschätzen kannst, desto niedriger bleibt dein Stresspegel. Versuche doch, schon vorab etwas über den Persönlichkeitstest zu erfahren! Das wird dir helfen.

Stell dir die Prüfungssituation vor

Ebenfalls stressreduzierend wirkt die Visualisierung dessen, wie du den Persönlichkeitstest erlebst. Mach dir Gedanken, wie wohl der Raum aussehen wird, in dem du den Test schreibst. Stell dir vor, wie du zügig, aber ruhig und gefasst die Aufgaben löst. In der Auseinandersetzung mit dem Bevorstehenden liegt das Potential, dich selbst zu beruhigen.

Stress in positive Energie verwandeln

Grundsätzlich sind Nervosität, Aufregung und innere Unruhe ein Schutzmechanismus. Der Körper versucht, sich zu verteidigen, aus einer unangenehmen Situation zu fliehen. Das heisst aber auch, er setzt Energie – Adrenalin – frei und dies kannst du nutzen. Mach dir klar, dass du viel wacher, konzentrierter und aufmerksamer bist. All das dürfte dir ein gutes, sichereres Gefühl vermitteln.

Und nochmal: Diese Auswahlverfahren sind nicht unbedingt rational. Es geht um ein Match zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wenn es hier nicht für dich passt, klickt es woanders.

Persönlichkeitstest | Dein Bestes ist gut genug

Sei du selbst, steh zu dir, zeig was du kannst, beschäftige dich vorher mit Intelligenztests, löse ein paar Sachaufgaben und hab Vertrauen in dich. Das alles sollte dich gut vorbereiten und dir Zuversicht geben, dass du dein Maximalstes investierst. Du bist wer du bist – mit allen Schwächen und Stärken und besser – als dieses Wissen – wird dich nichts in der Welt auf so einen Test vorbereiten.


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