Personenportrait eines jungen Mädchens, welches eine Pusteblume pustet.

Was will ich eigentlich – grosse Frage! Klare Antworten?

Wie man herausfinden kann, was man von seiner Karriere erwartet.

Eine Vision. Eine Richtung. Ein Motiv sich anzustrengen. Ein Ziel. Orientierung.
All das kann die Antwort auf die Frage “Was will ich eigentlich?” bieten. Doch wie komme ich zu dieser Antwort? Wie oft muss ich mir diese Frage stellen? Wann muss ich sie mir stellen und vor allem: Muss ich sie mir überhaupt stellen?

Diese Fragen zur grossen Frage “was will ich eigentlich?” habe ich mir gestellt und möchte euch heute meine teilweise überraschenden Ergebnisse präsentieren.

Wie komme ich zu einer Antwort?

Um sich eine solch wichtige und übergreifende Frage zu beantworten, benötigt man einen guten Überblick. Dazu ist es hilfreich, sich aus dem aktuellen Geschehen zurück zu ziehen. Eine Auszeit, wie z.B. ein entspannter Urlaub oder auch ein Wochenende ohne viele Termine, bieten sich hierfür an. Die Frage ist sehr persönlich, daher ist es notwendig, dass man sie zunächst mit sich selbst diskutiert. Folglich ist es wichtig, dass man nicht  ständig gestört wird, damit man sich vollständig auf sich konzentrieren kann.

Natürlich muss man sich auch komplett darauf einlassen. Wer daran zweifelt eine Antwort zu finden oder überhaupt zu benötigen, wird keine finden.

Und über noch etwas sollte man sich im Klaren sein: Die Antwort auf die oben genannte Frage stellt immer ein Idealbild oder eine Wunschvorstellung dar. Was das bedeutet, macht das folgende Gedankenexperiment klar. Also, Zettel und Stift in die Hand und los geht’s:

Stell dir vor, du feierst einen runden Geburtstag. Sagen wir ein runder Geburtstag in 15 bis 20 Jahren. Familie, Freunde und auch ein paar alte Arbeitskollegen und Kolleginnen sind eingeladen. Nun steht einer der Arbeitskollegen auf und möchte dir zu Ehren eine Rede halten. Was wünschst du dir von dieser Rede? Was soll über dich und über das was du erreicht hast gesagt werden? Hier ist nicht die möglichst realistische Sicht von Externen auf einen Selbst gefragt, also das sogenannt Fremdbild. Es geht vielmehr darum, was du dir wünschst, was andere über dich sagen in einer nicht allzu fernen Zukunft.

Zusätzlich helfen Fragen wie:

  • Wenn Geld, Zeit und Verpflichtungen keine Rolle spielen, dann würde ich…
  • Mit aller grösster Freude mache ich …
  • Ich kann mich immer wieder für … begeistern
  • Viel Kraft und Befriedigung gibt mir die Tätigkeit …

Wie oft muss ich mir diese Frage stellen bzw. wann?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und eher träge. Wenn man zufrieden mit der aktuellen Situation ist, mag das auch absolut in Ordnung sein. Man muss nicht in blinden Aktionismus verfallen. Allerdings: Fragst du dich immer wieder, warum du nicht wirklich zufrieden bist?  Überkommt dich über längere Zeit regelmässig ein unwohles Gefühl,  wenn du an deine berufliche Zukunft denkst? Dann ist es vielleicht an der Zeit sich diese Frage ernsthaft zu stellen.

Auch Veränderungen im Leben, wie ein Abschluss, eine Hochzeit, Kinder, eine Trennung oder ein Todesfall können den Anstoss geben, seine berufliche Planung bzw. sein Leben im Allgemeinen zu überdenken.

Wie oft man sich diese Frage stellst ist individuell, wichtig ist nur: Stell sie dir!

Muss ich mir diese Frage überhaupt stellen?

Ich habe mir diese Frage mit einem klaren “Ja” beantwortet. Insbesondere hinsichtlich der eigenen beruflichen Entwicklung, welche einen so grossen Teil des Lebens ausmacht. Das mag nicht für jeden so sein. Die meisten Karrieren werden nicht auf dem Reissbrett geplant. Viele Menschen wissen auch einfach intuitiv was und wo sie hin wollen. Aber selbst dann – warum weiss ich das so genau? Hab ich mich einfach auf den Zufall verlassen? Könnte ich aktiv in eine andere, für mich bessere Richtung gehen?

Es lohnt sich seinen Karriere-Entwurf immer mal wieder in Frage zu stellen, denn bekanntlich ändern sich Zeiten und auch Menschen bzw. ihre Einstellungen und Wünsche.

In Aktion treten

Zu wissen was man will ist das eine. Den ersten Schritt in diese Richtung zu gehen etwas ganz anderes. Versagensängste, Zweifel, Sicherheitsbedürfnis. Das und noch viel mehr kann einem im Weg stehen. Manchen ist gar nicht bewusst, wie sehr sie im Vermeidungsverhalten feststecken, da es automatisch abläuft. Hier kann zum einen Selbstbeobachtung helfen, zum anderen  eine Aussensicht. In diesem Falle  geht es vor allem um Motivation und den allseits bekannten Stupser, den man manchmal braucht.

Interessiert es dich, was ein Profi  zur Frage “was will ich eigentlich” zu sagen hat? Nächsten Montag erscheint unsere 11. Folge des Baloise JobCast, in der wir uns mit Alex Felder vom IAP-Basel (Institut für Angewandte Psychologie) zu diesem Thema unterhalten.

Kim