Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle ...

Das Phänomen des Aufschiebens und wie man ihm entkommt

Eigentlich müsste ich … ! Eigentlich sollte ich …! Aber eigentlich hat es noch Zeit! Wunderbar, wie wir uns die Dinge zurechtbasteln. Was warten kann, das wartet, bis es dringlich wird und dann vielleicht Stress verursacht. Erst kürzlich hat mir jemand gestanden “Wenn ich keine Deadlines habe, bleiben die Sachen bei mir liegen”. Das stimmt, Lieferfristen sind eine gute  Sache, aber es geht auch ohne Druck. Hier kommen ein paar Vorschläge, wie du dir selbst hilfst, gegen das Aufschieben  vorzugehen.

Sich bewusst machen, warum du eine Sache nicht angehst

Wenn du dich selbst überprüfst, könntest du feststellen, dass du vor allem zum Aufschieben neigst, wenn dir eine Aufgabe bevorsteht, die dich mehr fordert als andere. Die viel Aufwand erfordert, die dich bei deinen Schwächen packt, die dich aus diesen Gründen Überwindung kostet. Dann kommen so Ausreden wie – “Ich muss zunächst den Kopf frei haben.”, “Ich erledige erst noch das, aber dann …”. Damit wird die als Herausforderung empfundene Arbeit jedoch nicht leichter. Vielleicht sogar schwerer. Sie bekommt mehr und mehr Gewicht. Sie lastet auf dir. Deshalb beginne lieber sofort und bring es hinter dich. Sonst sinkt die Chance, dass du dein Projekt jemals an den Start bringst.

Grosses klein machen

Es hilft, wenn du dir deine gefühlte Mammutaufgabe in Häppchen aufteilst. Damit kommst du besser in deinen Flow. Setz` dir Teilziele, mach einen Schritt nach dem Anderen und mach kleine Schritte! Ein Strassenfeger überlegt sich besser auch nicht wie viele Gassen er noch vor sich hat, sondern denkt von Besenstrich zu Besenstrich.

Organisation ist alles

Schaff dir erstmal eine Struktur! Wie willst du dein Projekt angehen? Womit willst du anfangen? Was ist dein roter Faden und wo willst du hin? Post-its, Mindmaps, To-Do-Listen helfen, in deiner Arbeit Stück für Stück voranzukommen. Abhaken macht Spass und du wirst eine bessere Vorstellung von dem bekommen, was eben noch so vage vor dir lag, wo es scheinbar keinen Anfang und kein Ende gab. Gibst du deinem Job Struktur, wirkt er weniger überfordernd.

Das gute Gefühl, produktiv zu sein

Wenn du über diese Steps einen Zugang zu deinem Projekt gefunden hast, wird dich deine Produktivität beflügeln – dieses Gefühl, etwas geschafft zu haben. In deinem Fall: den Einstieg. Daraus sollte “Lust auf mehr” resultieren und dein Wunsch, voranzukommen! Was auch hilft: mit dem Unangenehmsten loslegen. Danach kann es nur noch besser werden!

Es muss nicht perfekt sein

Dein Wunsch, gerade in einer Arbeit zu überzeugen, die dir nicht so liegt, ist nachvollziehbar umso grösser. Es geht darum, dich zu überzeugen, andere zu überzeugen. Denn natürlich wissen auch deine KollegInnen, wo deine Stärken und Schwächen liegen. Dennoch: setz dich nicht unter Druck! “Gut” ist oft “gut genug”. Mit dieser Zuversicht entstehen viel selbstverständlicher unerwartet gute Ideen. Probier es aus! Du wirst überrascht sein!

Setz` dich offline

Emails, WhatsApp, Facebook – sämtliche Push-Nachrichten lenken dich ab und lassen dich deinen Fokus verlieren. Wenn du effektiv produktiv sein willst, reduzier` deine Erreichbarkeit auf Social Media Ebene auf das Nötigste. Ganz generell solltest du Unterbrechungen ohnehin vermeiden. Sie könnten dich schlimmstenfalls dazu verleiten, dein Projekt ruhen zu lassen oder ganz aufzuhören. Schade, denn du warst ja schon so weit.

Überleg dir, wann du am leistungsfähigsten bist

Es ist wie beim Sport: die einen Joggen lieber morgens, die anderen bringen ihre müden Muskeln frühestens nach Feierabend in Aktion und so verhält es sich auch mit deinem Kopf. Frag dich einfach mal, wann steigt deine Leistungskurve und wann rutschst du in ein Kreativitätsloch? Und dann passe deine Aufgaben deiner inneren Uhr an!

Falsche Deadlines setzen

Wenn Freitag Abgabe ist, trimm dich und deinen Job bereits auf Mittwoch. Auch wenn du weisst, dass du dich selbst damit überlistest, nimm deine eigene Deadline ernst und du bist bis Freitag fertig!

Sich seine Verhaltensmuster bewusst zu machen und aktiv gegen sie zu steuern, ist im Wesentlichen der Schlüssel, um deine inneren Monster in Zaum zu halten. Wir sagen nicht, dass es einfach ist, aber jeder ernsthafte Versuch, macht es leichter für dich. Das Zauberwort heisst Umdenken. Sieh nicht das grosse Ganze und die übermächtige Frage “Gott, wie soll ich das nur schaffen?”, sondern nimm die erste Hürde  “Womit möchte ich beginnen?”.


Falls du noch mehr Tipps brauchst, lies weiter

 

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