Comiczeichnung - verschiedene Menschen mit Sprachblasen

Sag deine Meinung | Baloise Kultur

Es ist eine der Verhaltensweisen, auf die sich alle Mitarbeitenden der Baloise vor einiger Zeit verständigt haben. Sag deine Meinung! Darin liegt der Wunsch, eine Kultur auf Augenhöhe miteinander zu leben – unabhängig von Funktionsstufen. Wertschätzung spielt dabei eine wichtige Rolle. Grundsätzlich herrscht Konsens: Meinungsaustausch ist wichtig. Er verändert Sichtweisen, bringt unterschiedliche Erfahrungen und diverses Wissen zueinander. Aber man muss sie aushalten können – verschiedene Meinungen – und als Bereicherung verstehen. Wer darin ausschliesslich Kritik sieht, wird sich anderen Ansichten verweigern. Seine Meinung zu sagen, birgt eine Herausforderung für alle. Wir nehmen und gehen sie an!

Die Basis für mutige Meinungen

Laurence Rogala ist 33 Jahre alt, seit elf Jahren bei der Baloise. Ihr Team gehört zum Kundenservice Einzelleben und hier versteht man Meinungsäusserungen durchweg als Chance. “Wir haben uns gefragt: Warum klappt das bei uns so gut? – und schnell Antworten gefunden. 1) Wir sind allesamt offen für andere Sichtweisen. 2) Wir sind mutig genug, Bestehendes zu hinterfragen. 3) Wir vertrauen einander. 4) Wir gehen fair und ehrlich miteinander um.” Das sind einige Spielregeln. “Allerdings”, so formuliert es Laurence, “nützen die besten Umgangsformen und Absichten nichts, wenn Chefs diese Kultur nicht fördern. Das ist Grundvoraussetzung und bei uns gegeben.”

Fredy Lerjen (35, seit 19 J. bei der Baloise) ist Unternehmensrisikoberater und stützt diesen Gedanken. “Auch wir pflegen einen offenen Austausch. Diskussionen gehören bei uns dazu und werden von unseren Vorgesetzten aktiv gefördert. Wer seine Meinung vertritt, auf den kann man reagieren. Wer alles in sich hinein frisst, wird frustriert und bewegt wenig.”

Sender und Empfänger | Die Einstellung ist wichtig

Es ist vermutlich für kaum jemanden besonders schön oder besonders leicht, wenn man mit einer anderen Meinung konfrontiert wird, sich gar mit ihr auseinandersetzen muss. Intuitiv möchte man abwehren weil man ja die eigene Ansicht als total rund empfindet. Jeder kennt das Gefühl! “Deshalb”, sagt Laurence, “frage ich zunächst immer, ob der- oder diejenige offen ist für Kritik? Den falschen Moment zu erwischen, ist kontraproduktiv. Aber wenn beide mit der richtigen Einstellung einander zuhören, kann man sich offensiv so Einiges sagen und kommt gemeinsam zu einer guten Lösung.” Laurence bereitet sich immer vor. Sie überlegt sich was sie wie adressiert und bringt Lösungen bzw. Vorschläge.  Sie weiss, worauf sie selbst in umgekehrter Situation positiv oder negativ reagieren würde. “Ich will nicht einfach nur nörgeln und schon gar nicht jemanden verletzen. Es geht um konstruktive Kritik – und um Lob. Auch das Positive muss gesagt werden.”

“Man muss kritische Diskussionen als etwas Dankbares begreifen.” Für Fredy ist dies ein wesentlicher Knackpunkt im Meinungsaustausch. “Nach meinem Empfinden hat jeder ein Mitspracherecht und das ist gut so. Ohne Meinungen gibt es keine Auseinandersetzung und keine Ideen. Man bleibt stehen.”

Sag deine Meinung | Eine Charakterfrage

“Na klar”, räumt Fredy ein, “ist Meinungsäusserung immer eine Charakterfrage. Ich bin jemand, der sich gern einbringt. Mich muss man eher bremsen. Ich achte darauf, meine Emotionen zu zügeln”, lacht er. “Aber Menschen, die von Hause aus eher zurückhaltend sind, benötigen Bestärkung und das kann nur die Führungskraft leisten. So jemand braucht Raum und Vertrauen, einen gefühlten Schutz, dass sein/ihr Mut zur eigenen Meinung nicht negativ ausgelegt wird. Nach meinem Gefühl haben wir dort noch Nachbesserungsbedarf. Ich erlebe viele tolle Situationen, in denen sich Meinungen befruchten und uns alle weiterentwickeln, aber wirklich überall hat sich dieser Spirit leider noch nicht durchgesetzt.”

Meinungen äussern und annehmen

Eines ist Laurence und Fredy am Ende des Interviews noch wichtig. Wer seine Meinung äussern möchte, muss umgekehrt zuhören können. Das verlangt ein professioneller Umgang miteinander. “Einfach mal den Schritt zurückgehen und überlegen, wie eine andere Meinung die eigene weiterentwickeln kann. Mir hilft das”, resümiert Laurence. “Ich gehe immer davon aus, dass mir niemand etwas Böses will, sondern dass er/sie einfach eine andere Sicht auf die Welt hat. So gelingt es mir, andere Aspekte in meine aufzunehmen.”


Sag deine Meinung | Baloise Kultur?

 

Marcel Thomann, Leiter Schadeninspektoren Sach, Schaden Schweiz

Ohne eine klare Meinungsäusserung sind weder eine gute, wertschätzende Kommunikation noch eine Weiterentwicklung möglich. Darum ist dieses Thema innerhalb unseres Teams nicht neu. Wir legen grossen Wert auf eine klare aber eben wertschätzende Meinungsäusserung. Dies wurde bereits vor dem baloise-internen Bekenntnis zu unserer Verhaltensweise so gelebt. Wichtig ist die regelmässige Abgabe oder Einforderung von Feedbacks. Wenn dies selbstverständlich ist, braucht es keine anonymen Umfragen.


Philipp Marty, Leiter Produktmanagement Sach/ Haft

Sag Deine Meinung hat zwei Aspekte. 1) Die eigene Meinung zu sagen, ist etwas, das eine Firma braucht und schätzen sollte. Wir sind keine Roboter und das ist unser Vorteil. Wenn ich ein mulmiges Bauchgefühl aufgrund von Entscheidungen habe – oder wegen des Auftretens anderer Personen, artikuliere ich das. Man hört mir zu, es wird in der Regel geschätzt, allerdings nicht immer umgesetzt. Für mich aber geht es darum auch nicht. Braucht es dafür Mut? Vielleicht zu Beginn, mit der Zeit wird es zur Selbstverständlichkeit. 2) Man muss andere Meinungen auch zulassen können. Dies ist genauso wichtig. Nur so schliesst sich der Kreis, damit immer mehr ihre eigene Meinung sagen und so die Baloise voranbringen.


Marc Robinson, HR Business Partner

Die Baloise Kultur ist geprägt von guten persönlichen Kontakten, die man nicht gefährden möchte. Dies hat zur Folge, dass mancherorts Meinungen nicht klar ausgesprochen werden. Ich hoffe nun, dass uns das Bekenntnis zu unserer Verhaltensweise als eine Art Legitimation hilft, uns zu entwickeln. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig ermutigen, die Meinung zu sagen. Für mich persönlich ist es eine grosse Herausforderung. Vom Naturell her bin ich zurückhaltend und harmoniebedürftig. Meine Stärken liegen in der Vermittlung und in der Diplomatie. Ich muss mich unbedingt mehr einbringen und meine Meinung kundtun. Das habe ich mir als persönliches Entwicklungsziel gesetzt. Leute in meinem Umfeld wissen das und sind aufgefordert, mich zu beobachten bzw. mir Rückmeldungen zu geben.


Adrien Muller, Trainee

“Sag deine Meinung” – Ist das heutzutage normal im Arbeitsleben?! Ja, jeder will seine Meinung teilen, aber wie oft wird man tatsächlich aufgefordert, dies zu tun? Als Trainee kann ich bestätigen, bei der Baloise ist meine Meinung gefragt. Ich finde das gut. Frisch von der Uni sehe ich Dinge etwas anders. Ob richtig oder falsch spielt in erster Linie keine Rolle, es geht einfach um einen anderen/ weiteren Blickwinkel. Im Umkehrschluss frage ich andere nun auch häufiger nach ihrer Meinung. “Wie man in den Wald hinein ruft, schallt es heraus.”


Rico Meyer, Corporate IT

Seine Meinung zu sagen, ist manchmal ein Hürde, die es zu überwinden gilt. Interessiert sich jemand dafür? Ist sie relevant? Exponiere ich mich? Versteckt sich hinter der Hürde ein Gegenargument? Trotzdem, es ist meine eigene Meinung. Ich darf sie sagen und dazu stehen. Schliesslich schätze auch ich andere Meinungen, da sie mich zum Denken anregen.


Ruth Wolf, Recruiting

“Sag deine Meinung” – Leider (noch) nicht überall willkommen… Es gibt viele Personen in der Baloise, die es – wie auch ich – überaus schätzen, wenn man ihnen gegenüber offen und ehrlich die Meinung äussert. Aber eben leider noch nicht alle. Daraus ergibt sich, dass sich noch (zu) viele nicht getrauen, ihre Meinung zu äussern. Sie befürchten unangenehme Konsequenzen. Eventuell haben sie dies schon erfahren oder das Gefühl, dass sich trotz geäusserter Meinung nichts ändert. Enorm schade, denn so kommen wir nicht weiter. Im HR arbeitend stelle ich zudem fest, dass manche bei uns ihre Meinung deponieren aber nicht dazu stehen wollen. Auch nicht wenn man sie begleiten und unterstützen möchte, um konkret etwas zu unternehmen. Dann sind uns natürlich von Seiten HR die Hände gebunden, unschöne Situationen aufzudecken und dagegen zu wirken.


Sebastian Moosmann, Werkstudent Nachwuchsentwicklung

Dass man seine Meinung sagt und sie auch vertritt, ist in meinen Augen sehr wichtig. Ich persönlich versuche stets, meine Meinung kundzutun. Allerdings achte ich je nach Situation auf die Direktheit meiner Aussage. Allgemein habe ich das Gefühl, dass viele Ihre Meinung sagen, aber nicht immer an den richtigen Orten deponieren. Sprich, man ärgert sich über etwas, macht die betroffene Person aber nicht darauf aufmerksam, warum auch immer. Ehrlichkeit wird meistens belohnt und deshalb sage ich unabhängig von Funktionsstufen offen meine Meinung oder widerspreche Ideen, die ich nicht als sinnvoll empfinde.


Andrea Waibel, Leitung Kundenservice Support & Development

Die eigene Meinung zu sagen, finde ich sehr wichtig. Jeder von uns denkt anders, bringt seinen Rucksack mit. Es ist somit nicht immer offensichtlich, wo der andere steht. Die Meinung meines Gegenübers challenged meine Gedanken und Argumentation. Gemeinsam kann so auch eine Lösung gefunden werden, auf die man allein nicht gekommen wäre (i.S.v. 1+1=3). Viele Missverständnisse entstehen, weil man von Annahmen ausgeht. Die eigene Meinung zu sagen braucht Mut.


Fredy Scheidegger, Baloise Bank SoBa, Teamleiter KSC Quality Management

Seit Januar 2018 führe ich wieder ein Team. Bei den Zielvereinbarungsgesprächen und auch an den Team-Meetings bitte ich immer wieder, die eigene Meinung zu vertreten. Ich finde, dass wir nur erfolgreich sein können, wenn wir Positives wie auch Negatives thematisieren. Ich erwarte ebenso, dass wenn ich mich “schräg” verhalte, ich darauf hingewiesen/ aufmerksam gemacht werde. Ich auf der Gegenseite tue das auch. Ich werde nicht umsonst “Tischkante-Bisser” genannt. Wenn mich etwas nervt, mache ich mich bemerkbar.


Barbara Grütter, Leiterin Produktmanagement Unfall/ Kranken

Ich finde es wichtig, dass man in der Zusammenarbeit transparent miteinander kommuniziert. Dazu gehört es auch, ausserordentliche Leistungen zu loben und negative Vorkommnisse anzusprechen. Daraus lässt sich lernen. In meinem Leitungsteam pflegen wir einen offenen Umgang und sind sehr direkt miteinander. Das schätze ich sehr. Ich habe in der Baloise die Erfahrung gemacht, dass das direkte Ansprechen von Problemen leider nicht von allen geschätzt wird, resp. diese nicht ernst genommen werden.


Alexander Stammherr, Lernender Corporate IT

“Sag deine Meinung” bedeutet für mich in erster Linie eine komplett freie Meinungsäusserung. Heisst, ich darf und kann etwas so ausdrücken wie ich möchte – ohne, dass dies von jemand anderem noch umformuliert oder möglicherweise in einen anderen Kontext gebracht wird. – Ja, ich kann dies bei der Basler so ausleben. Auch als Lernender darf ich hier meine Ideen/ Meinungen einbringen und werde dabei nicht ignoriert. Dies finde ich unter anderem sehr toll an der Basler.


Nicole Rutz, Kundenservice Nichtleben, Versicherungsvermittlerin

Wir im Kundenservice sind täglich mit Neuigkeiten, Problemen in den Systemen oder Anfragen und Anliegen konfrontiert. Die eigene Meinung zu sagen ist dabei wichtig. Wenn ich das tue, ist es auch eine Wertschätzung der Person gegenüber. Nur so ist ihr klar, was ich empfinde. Die Baloise gibt einem diese Möglichkeit durch verschiedene Plattformen sowie über den direkten Austausch. Nutzt diese Möglichkeiten! Sagt eure Meinung und wir alle zusammen können die Baloise weiterentwickeln.


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Wenn wir zu dir passen, bewirb dich!