Christine Bourson, Verantwortliche Entwicklungsdialog im People & Organisational Development

“Man wird nicht einfach entwickelt. Jeder muss sich selbst einbringen.”

Über 4700 Mitarbeitende haben an der vergangenen Employee Engagement Survey (EES-Umfrage) teilgenommen. 54% von ihnen wünschen sich mehr Fokus auf die Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten, sagt Christine Bourson. Dazu passt, dass wir den Austausch zwischen den Führungskräften und ihren Mitarbeitenden zukünftig kontinuierlicher gestalten wollen. Der Entwicklungsdialog mit jedem Einzelnen wird nicht mehr nur einmal im Jahr geführt, sondern verstärkt in den Arbeitsalltag integriert. Es ist wichtig, im Gespräch zu bleiben, denn Entwicklung geschieht permanent. Alles verändert sich rasant: das Arbeitsumfeld, die damit verbundenen Tätigkeitsfelder. Wir wollen die Kollegen dahingehend unterstützen, dass jeder mit den Umgestaltungen Schritt halten und seinen Job auch in Zukunft gut bewältigen kann. Idealerweise führt der Prozess sogar darüber hinaus, sagt Christine, wenn es gelingt, Kompetenzen bereits im aktuellen Job voranzutreiben, bevor sie im nächsten erforderlich sind. Beispiel: wächst jemand in eine leitende Funktion, sind regelmässige Feedbacks der eigenen Führungskraft Gold wert.

Führungskräfte befähigen

Was genau sind die Ziele? Wo liegen möglicherweise die Schwächen? Welche Ambitionen gibt es? Um den Entwicklungsdialog wirkungsvoll führen zu können, unterstützen wir die Führungskräfte dabei, die entsprechenden Fähigkeiten zu erlernen. Wir geben ihnen Leitfäden an die Hand, empfehlen den Erfahrungsaustausch mit anderen Teamverantwortlichen und sensibilisieren sie so inklusive ihrer HR Business Partner für die Mitarbeitergespräche. In speziellen Trainings lernen sie wie sie Entwicklungsdialoge sicher führen und auch schwierige Themen ansprechen. Das ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit, verrät die 33-jährige. Wie verankern wir das Thema Entwicklung noch stärker in unserer Kultur, so dass die Führungskräfte dies als natürlichen Teil ihrer Aufgabe sehen.

Entwicklungsziele

Wohin die Reise für jeden Einzelnen gehen kann, welche Entwicklungsziele in Angriff genommen werden, ist sehr vielfältig. Für die Einen steht die persönliche Entwicklung im Vordergrund. Gemeinsam werden Wege erarbeitet, wie Mitarbeitende z.B. ihre Stärken optimal einsetzen oder eine Schwäche auf ein Minimum reduzieren können. Das sei oft die grösste Challenge, weiss Christine. Niemandem fällt es leicht, seine gelernten Muster zu verändern. Tatsächlich ist es oft einfacher, fachlich voranzukommen. Nebst Schulungen und Kursen ist es essentiell, on-the-job dazuzulernen. Hier kommt z.B. unser neues Projekt der Jobrotation ins Spiel. Mitarbeitende wechseln zwischen den Fachbereichen. So ein Perspektivwechsel bringt neuen Fokus, neue Eindrücke, und er weckt Ideen. Das Tolle: der Prozess birgt eine Win-Win-Situation. Da ist sich Christine sicher. Jemand, der neu von aussen in ein bestehendes Team rückt, verändert nicht nur den Blick auf sich selbst sondern auch auf den besuchten Fachbereich. Dieser Input ist wertvoll für alle und bringt die Baloise als Ganzes weiter.

Zukunft gestalten

Natürlich ist es auch wichtig, dass die Mitarbeitenden für die Umsetzung unserer Strategie die relevanten Fähigkeiten und Verhaltensweisen besitzen. Klares Ziel der Baloise ist es, Schlüsselpositionen mehrheitlich intern besetzen zu können. Die Entwicklungsdialoge helfen, Mitarbeitende dahingehend gezielt zu fördern und zu fordern.

Eines ist Christine bei all dem besonders wichtig. Das Eigenengagement der Mitarbeiter. Wer auf permanente Guidance hofft, hofft vergebens. Man wird nicht einfach entwickelt, stellt sie klar. Das ist nicht die Philosophie der Baloise. Jeder muss auch selbst Verantwortung für sich übernehmen. Nur dann gelingt Entwicklung!

Corinna


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