ein älterer Mann mit Glatze und Karohemd, sowie ein jüngerer mit dunklen Haaren stehen im Druckerzentrum

Von der Visitenkarte bis zur Marketingkampagne | Grafisches Service Zentrum

Alex Althaus ist 49, Manuel Scheidegger 38. Beide arbeiten im hauseigenen Grafikzentrum der Baloise. Ein Luxus, den sich sicher nicht jedes Unternehmen leistet, der aber durch viele Vorteile – neben dem Kostenfaktor – für sich spricht. “5.600 Aufträge sind es wohl in der Arbeitsvorbereitung und im Spezialdruck pro Jahr”, sagt Alex. “Der Trend geht dahin, dass unsere Arbeit immer häufiger gebraucht wird. Entsprechend ausgelastet laufen unsere Maschinen auf Hochtouren. 50.000 Digitaldrucke in 5 Tagen sind keine Seltenheit.” Beeindruckende Zahlen. Das Team unserer “Hausdruckerei” operiert im Souterrain auf etwa 400 qm2 und umfasst total 9 Mitarbeitende (4 in der Arbeitsvorbereitung/Publishing,  3 im Massenprinting inkl. Kuvertierung, 2 im Spezialprinting/Buchbinderei).

Drucker | Ein Berufsbild verändert sich

Alex ist das Urgestein im Team, seit 27 Jahren an Bord. Manuel gehört 10 Jahre zur Baloise. Alex hat als Offsetdrucker (Flachdruckverfahren für Zeitungs-, Werbe- und Verpackungsdruck) angefangen, 2008 sind sie auf Digitaldruck umgestiegen. “Letztlich sind wir alle im Team branchenfremd”, erklärt Manuel, “aus der graphischen Industrie. Ich z.B. war zunächst Druckausrüster, sowas wie ein Buchbinder. Mit der Digitalisierung wurde ich Mediamatiker bzw. dann Dipl. Medien Wirtschafter. Da geht es mehr um Produktionsabläufe: planen, entwerfen, konzeptionieren, visualisieren, Gestaltung und Betriebswirtschaft. Quasi das ganze Paket.” Wie Mitarbeitende in vielen anderen Branchen auch, mussten sich Alex und Manuel entsprechend weiterentwickeln.

Gefällt dir, was du liest? Schau dir unsere offenen Stellen an! Vielleicht findest du was passendes.

“Ein gewisser Berufsstolz schwingt immer mit!”

Mit welchen Wünschen kommen die Kollegen/- innen ins Grafikzentrum der Baloise? Zum einen sind das der jährliche Geschäftsbericht, Rechnungen, Kontoauszüge der Baloise Bank SoBa, zum anderen Visitenkarten für den Aussen- und Innendienst, Schulungsunterlagen, Plakate oder Flyer und grafische Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. “Ob im beruflichen oder eher zwischenmenschlichen Kontext, bei uns landen die unterschiedlichsten Projekte. Mal ist es eine Marketingkampagne, mal eine Aktion im Haus, mit der unter den Mitarbeitenden Aufmerksamkeit für bestimmte Themen generiert werden soll.” Ein gewisser Berufsstolz schwingt da schon mit.” Alex beschreibt die typische Vorgehensweise. “Entweder haben die Kollegen/- innen schon genaue Vorstellungen, wie ihr Projekt ausgedruckt aussehen soll, oder wir dürfen selbst kreativ unterstützen. Das macht natürlich am meisten Spass, weil in so einer Arbeit etwas von mir aufgeht.

Herausforderungen | “Gut ist nicht immer gut genug.”

“Unser Job ist natürlich sehr kundengetrieben und corporate-gebunden”, erzählt Manuel. “Und wie überall – wo Menschen zusammenarbeiten – treffen mitunter mehrere Ansichten aufeinander. Ich habe teils das Gefühl, ich gehe mit sehr hohen Erwartungen an meine Jobs. Was würde mir selbst gefallen? Wann wäre ich zufrieden? Am Ende aber ist der Kunde mit weniger glücklich – auch weil es z.B. einfach schneller gehen muss, als es für einen hochwertigen Feinschliff brauchen würde. In diesem Zusammenhang musste ich lernen, meine eigenen Erwartungen runterzuschrauben. Das ist aber nicht so einfach. Denn unsere Arbeit ist die Visitenkarte nach aussen. Dahinter stehen unsere Namen. Dahingehend ein gut als gut genug zu akzeptieren, fällt nicht immer leicht.”

Druck unter Hochdruck

“Wie schon erwähnt, die Aufträge bei uns werden immer mehr. Wir sind beliebt”, lacht Manuel. “Die Kehrseite der Medaille ist leider, dass wir mitunter in Verzug geraten und nicht allen Wünschen adhoc nachkommen können.” Dann gilt es, im Team zu priorisieren. Es ist der klare Heimvorteil, der für Gestaltung und Print im Grafikzentrum der Baloise spricht. Schnell. Kostenbewusst. Das Corporate-Verständnis. Die Nähe zu notwendigen Normen und Datenschutzrichtlinien. Aber eben weil es so gut funktioniert, wird das Angebot auch rege genutzt, entstehen Überstunden und Dammbrüche. “Manchmal sind auch wir in Schulungen und dann”, sagt Alex, ” können wir den Rückstand kaum aufholen, bemühen uns aber trotzdem.” Was beiden Protagonisten im Interview gemein ist und was bis zum Schluss spürbar bleibt, sind diese Freude und die Leidenschaft für das Produkt. Es wirkt fast wie eine Herzensangelegenheit, jeden Auftrag nach bestem Gewissen zu erfüllen. Eins kann für unsere guten Seelen im Grafischen Service Zentrum der Baloise gesagt werden: Ihre Arbeit ist für sie sicher nicht nur ein Job sondern viel mehr.


Mehr gute Seelen. Lies weiter!