Beschattung auf höchster Ebene | Baloise CEO macht Stages

Wir glauben, dass Netzwerke eine Firma stark machen. Wir sind uns sicher, Perspektivenwechsel bedeuten Weiterentwicklung. Deshalb ist es Baloise-Strategie, über die Teamgrenzen hinaus zu denken und Group CEO Gert De Winter lebt genau das vor. Es gibt bei uns dieses Programm “Shadow for a day”, das für jeden Mitarbeitenden die Chance birgt, über einige Stunden oder einen Tag in einen fremden Bereich zu schnuppern. “Es verstärkt einfach unser Verständnis für das gesamte Unternehmen und deshalb möchte ich es nicht nur propagieren, sondern ebenfalls nutzen”, sagt Gert. Inzwischen war er selbst schon 13 Mal der Schatten eines anderen. So oft wie niemand sonst.

Beidseitig lernen

“Ich lerne und ich lehre”, so beschreibt Gert seine Erlebnisse rund um die Möglichkeiten, die “Shadow for a day” eröffnet. “Ich lade die Kollegen/- innen ein, Arbeitszeit mit mir zu verbringen und mich in meinem Alltag zu begleiten. Ich gehe aber ebenso auf andere Bereiche zu und bitte sie, mir zu zeigen, womit sie sich täglich beschäftigen. Ganz ehrlich, das ist beeindruckend und bereichernd zugleich.” Begeistert erzählt der Group CEO, wieviel er durch seine Stages vom Unternehmen mitbekommt – zwischenmenschlich wie fachlich – und wie es ihm hilft, die Zusammenhänge besser zu verstehen. “Niemand kann in allem Spezialist sein, aber wir können unser Wissen teilen und das ist das, worum wir uns mit den Besuchen beieinander bemühen.”

Stages hinterlassen einen bleibenden Eindruck

In den bald drei Jahren, die Gert inzwischen gruppenweit die Geschicke der Baloise leitet, hat er sich mit den unterschiedlichsten Mitarbeitenden an den verschiedensten Arbeitsplätzen getroffen. Er war u.a. mit einem Schadeninspektor unterwegs, hat das Lernendenteam besucht, ist in die Strukturen des Aussendienstes unserer Generalagenturen eingetaucht, half am Help Desk unserer Corporate IT aus. “Egal, wohin ich gekommen bin: Motivation, Qualität und die Fähigkeiten aller haben mich enorm beeindruckt. Sehr im Gedächtnis geblieben ist mir der Kundenservice. Ich habe alle vier Versicherungsbereiche bei uns gesehen und es ist immens, was dort geleistet wird. Sie arbeiten mit mehreren Anwendungen gleichzeitig, bleiben stets freundlich, sind kompetent und stellen sich immer wieder neu auf die verschiedenen Kunden ein – egal wie es ihnen selbst geht. Respekt.”

Stages bringen Erkenntnisse

“Mein Besuch bei uns im Lager ist mir ebenso hängengeblieben. Das sind alles unsichtbare Jobs, und doch sind sie so wichtig. Da werden z.B. Pakete gepackt, Waren entgegengenommen, Umzüge organisiert. Eigentlich spüren wir erst, dass diese Kollegen/-innen da sind, wenn Prozesse nicht reibungslos verlaufen.” Im Logistikbereich hat sich der Baloise Chef auch selbst einmal im Katalogisieren bestimmter Güter versucht. Mit Erfolg. So hat man es Gert im Lager attestiert. “Am Help Desk habe ich im Übrigen einen wichtigen ganz persönlichen Einblick gewonnen”, ergänzt er schmunzelnd. “Ich würde sagen, in etwa 50% aller Probleme, die bei den IT’lern aufschlagen, ist die Lösung ein Reboot.” Man spürt, seine Worte sind mit einem Augenzwinkern gemeint.

Stages holen einen raus aus der Komfortzone

Gerts Besuch im Lernendenteam – bei unseren jüngsten Baloisianern, die im Unternehmen ihre KV-Lehre absolvieren – verlief für ihn recht überraschend. In der Vorstellungsrunde nannte jede(r) der Azubis eine Zahlenkombination, die persönlich mit ihm/ ihr zu tun hatte (Bsp. 22/2/4) und erzählte dann ein bisschen über sich. (Am Bsp: “Ich bin 22 Jahre alt, habe zwei 4000er bestiegen und vier Geschwister). Gert: “So haben wir uns kennengelernt. Eine andere Herangehensweise. Ich fand das toll.” Zu trinken gab es Sirup und für unseren CEO on top ein paar persönliche Fragen: Wie gehst du mit Kritik um? Was würdest du am Geschäftsleben ändern? Wo lag die bisher grösste Hürde deiner Karriere? Gert: “Das waren knackige Fragen. Ich dachte eigentlich, wir quatschen ein bisschen, aber tatsächlich haben mich die Lernenden wirklich gefordert – im positiven Sinne.”

Gerts Fazit

“Im Endeffekt ist es egal, wo ich war: unsere Leute leisten tolle Arbeit. Das ist kein Spruch. Das ist das, was ich tatsächlich erlebt habe. Wenn ein Kundenberater 360° quer durch alle Branchen betreut, zudem unter dem Druck, Verträge abschliessen zu müssen, dann nötigt mir das Respekt ab. Wenn Schadeninspektoren Menschen in schwierigen Situationen besuchen, ihre Geschichten hören und sowohl mit Fachverstand als auch mit Empathie besonnen reagieren, dann ist das beeindruckend.”

Und umgekehrt?

.. haben Gert bis heute 30 Mitarbeitende besucht – aus allen Bereichen und Funktionsstufen. “Viele fragen mich nach einem typischen Tag und ich sage immer, den gibt es nicht.” Mal sind es Sitzungen, die den Rhythmus des Group CEO bestimmen, mal ist er auf Roadshow, trifft Analysten und Investoren, alle sechs Wochen etwa ist er zu Gast in den Baloise Ländern. Zudem gibt es Pressetermine oder verschiedene Austausche in Basel bzw. der Schweiz. “Jeder Tag ist anders. Deshalb hat auch jeder meiner Shadows etwas anderes erlebt.” Das Feedback, das Gert stets im Anschluss erfragt, ist für ihn ziemlich interessant. “Einige haben mir z.B. gespiegelt, dass sie überrascht waren, wie sehr wir uns mit Innovationen beschäftigen, andere wünschten sich mehr Entscheide statt Diskussionen.” Gert lacht. “Das sind wertvolle Eindrücke. Man kocht immer in seinem Saft. Schön, wenn einer von aussen das mal hinterfragt. Daran können wir wachsen und durch Veränderung etwas bewegen.”


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