Portrait von Trainee Tim und Verantwortliche Michelle

“Schreib deine eigene Geschichte!” – Das Traineeprogramm der Baloise – JobCast #28

Tim Luginbühl, Trainee bei der Baloise, und Michelle Allgöwer, Verantwortliche für das Traineeprogramm, erzählen uns in der 28. Folge des Baloise JobCast mehr über dieses aussergewöhnliche Programm. Warum ist es so besonders und wie sieht der Arbeitsalltag eines Trainee aus? Dazu gibt’s Insider-Tipps zum Thema “Bewerbung für das Traineeprogramm” der Baloise.

Teaser

Show Notes

Kim: Tim, was wolltest du werden, als du klein warst?

Tim: Ich wollte Schiffsanbinder werden. Wir waren früher oft am Vierwaldstättersee in den Ferien und dort habe ich immer die zwei Personen bewundert, die die Schiffe an der Anlegestelle angebunden haben. Sie schwangen ihr Seil wie ein Lasso. Das fand ich cool.

Timm: Michelle, was wolltest du werden, als du klein warst?

Michelle: Wie schon in der Folge zu den Hochschulmessen erwähnt, wollte ich immer etwas mit Tieren machen, da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin. Interaktive Themen sind mir immer noch wichtig aber jetzt hat sich mein Schwerpunkt mehr auf Menschen verlegt und die Tiere sind mein Hobby.

Kim: Tim, welche Bereiche stehen in deinem Traineeprogramm an, nachdem du bereits im Group Accounting & Controlling sowie im Marketing & Communication im Asset Management warst?

Tim: Meinen nächsten Block werde ich in Hamburg verbringen. Dort werde ich bei einem eigenständigen Projekt für die Basler Financial Services in Deutschland mitarbeiten. Der vierte Block ist noch völlig offen aber eventuell wird er im Kerngeschäft sein, wie zum Beispiel Produktmanagement oder im Schaden.

Das Traineeprogramm der Baloise

Timm: Michelle, warum ist das Traineeprogramm so strukturiert, dass nicht von Anfang an alles durchgeplant ist?

Michelle: Das ist eine Besonderheit unseres Programms. Da man am Anfang als Trainee noch nicht alles über seine Fähigkeiten und Vorlieben weiss, kann man innerhalb der 16 Monate bei uns frei wählen, wo man seine Zeit verbringen möchte und wo man genauer hineinschauen möchte. Unser Programm ist da wirklich extrem flexibel.

Kim: Wie genau ist das Traineeprogramm der Basler aufgebaut?

Michelle: Das Programm beinhaltet vier Blöcke aus jeweils 4 Monaten, insgesamt also 16 Monate. Drei dieser Blöcke werden am Hauptsitz in Basel absolviert und ein Block im Ausland. Das Programm ist aber so flexibel, dass das Programm auf 3 Blöcke oder 5 Blöcke gekürzt oder ausgeweitet werden kann.

Timm: Gibt es besonders beliebte Abteilungen bei den Trainees?

Michelle: Ja, es gibt beliebte Fachbereiche und solche, die eher weniger wahrgenommen werden. Das hängt natürlich auch daran, dass sich die Trainees oft untereinander austauschen und man gerne positiven Empfehlungen folgt. Nichtsdestotrotz gibt es auch immer wieder mutige Trainees, die in Bereiche gehen, die noch keinen Trainee hatten. Marketing, Produktmanagement und Schaden sind sicher eher höher frequentierte Abteilungen.

Tim: In diesen Abteilungen sind auch die Dauer der Projekte für Trainees geeignet, denn dort kann man Projekte innerhalb von 4 Monaten abschliessen. Allerdings denke ich, dass andere Abteilungen in Zukunft auch an Attraktivität gewinnen werden wie zum Beispiel die IT.

Hintergründe und Austausch

Timm: Was für Hintergründe an Studiengängen haben unsere Trainees?

Michelle: Ich bin sehr darauf bedacht, eine grosse Vielfalt hineinzubringen. Der Grossteil kommt zwar aus dem Bereich Wirtschaft aber Naturwissenschaftler, wie Mathematiker, Physiker, Informatiker oder auch Geisteswissenschaftler und Psychologen sind sehr willkommen. Die Baloise ist da wirklich sehr offen.

Kim: Tim, wie tauschst du dich mit anderen Trainees aus?

Tim: Es gibt regelmässige Treffen unter den Trainees, die von Michelle organisiert werden aber wir tauschen uns auch oft beim Lunch oder Kaffee aus. Wir sprechen über alles Mögliche, sei es über den Auslandsblock, über positive Erfahrungen bzw. auch über Bedenken. Der Austausch ist sehr wichtig und auch erwünscht. Gerade auch durch die verschiedenen Studienrichtungen, ist der Austausch sehr bereichernd.

Michelle: Ein grosser Vorteil ist auch, dass der Austausch ebenso mit ehemaligen Trainees besteht, die teilweise schon 10 Jahre bei der Baloise arbeiten. So erfährt man als Trainee, wie sich das Programm oder die Positionen innerhalb der Baloise verändert haben.

Herausforderungen und Unterstützung

Timm: Woran wächst man bei solch` einem Programm und an welche Grenzen stösst man?

Tim: Ich habe das ein oder andere nicht erwartet. Zum Beispiel, dass es schwer sein kann, Projekte, die nicht abgeschlossen sind, loszulassen. Wenn ein Projekt nach 4 Monaten nicht abgeschlossen ist, will man auch nach der Zeit in dieser Abteilung noch wissen, wie es läuft und weitergeht. Es wird ausserdem in verschiedenen unterschiedlich Teams gearbeitet. Das finde ich spannend und habe damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Timm: Wie viele Trainees gibt es zurzeit?

Michelle: Zurzeit sind es 6 Trainees.

Timm: Bei was unterstützt du die Trainees genau?

Michelle: Das ist ganz unterschiedlich, je nach Erfahrungswert der Person. Manche haben zum Beispiel durch Praktika oder Berufserfahrung schon erste Erfahrungen mit zum Beispiel kritischen Gesprächen oder Software gemacht und andere noch nicht. Natürlich auch zum Thema Ausland helfe ich den Trainees weiter. Bei den Themen sind keine Grenzen gesetzt, was mich persönlich auch weiterbringt. Es gibt zusätzlich noch die fachlichen Betreuer und die Mentoren, mit denen ich mich auch austausche.

Kim: Was ist der Unterschied zwischen dem fachlichen Betreuer und dem Mentor?

Michelle: Der fachliche Betreuer arbeitet in der Regel eng mit dem Trainee für die 4 Monate im Fachbereich zusammen und ist für die fachliche Entwicklung des Trainees verantwortlich. Zudem hat er intensiv mit dem Tagesgeschäft zu tun. Der Mentor begleitet den Trainee die gesamten 16 Monate über und die Beziehung der beiden ist auch vom Trainee abhängig. Je nachdem wie regelmässig der Trainee den Austausch haben möchte. Die Betreuung durch den Mentor ist eher eine generelle und betrifft das gesamte Traineeprogramm und evtl. auch die Zeit danach.

Traineeprogramm – für wen?

Kim: Für wen ist das Traineeprogramm geeignet und für wen eher nicht?

Michelle: Wir legen auf einen Masterabschluss wert, allerdings sind wir bei der Studienrichtung sehr offen. Guten Noten sind eher relativ, uns interessiert vor allem auch die Person. Die Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch sind noch wichtig. Was für mich auch sehr schön ist, sind neugierige und mutige Persönlichkeiten, die eigenständig sind, einen eigenen “drive” haben und offen sind. Wobei man Eigenständigkeit in unserem Programm auch gut erlernen kann. Für Personen, die schon genau wissen, wohin sie wollen und schon einen Schwerpunkt in ihrer Karriere gelegt haben, ist der Direkteinstieg eher geeignet.

Timm: Tim, was erwartest du von neuen Trainees?

Tim: Ich finde es sehr lässig, wenn Leute aus verschiedenen Studienrichtungen kommen, die offen und mutig sind. Daher der Appell von mir: Jeder sollte mutig sein, sich bewerben, egal aus welcher Studienrichtung und in Abteilungen eintauchen, von denen sie noch nichts wissen. Das Programm ist eine Chance, sich selbst zu entdecken.

Fakten auf den Tisch

Kim: Sind alle Trainees die zukünftigen Führungskräfte der Baloise?

Michelle: Nein, so ist das nicht. Nicht jeder Trainee möchte Führungskraft werden und neben der klassischen Führungskarriere gibt es auch die Fachkarriere. Man muss sich über beide Wege genau informieren und herausfinden, welcher Weg für den jeweiligen Trainee das Richtige ist.

Timm: Was verdienen Trainees?

Michelle: Unsere Trainees verdienen alle 80.000 CHF, der auf 13 Monate ausbezahlt wird.

Timm: Und wie viel Ferien gibt es?

Michelle: Es gibt 23 Urlaubstage und mit dem Alter stockt sich das auf.

Kim: Gibt es auch übergreifende Aufgaben der Trainees?

Michelle: Sicherlich das Netzwerken. Die Trainees sollen auf jeden Mitarbeiter zugehen, egal aus welchem Bereich und aus welcher Funktionsstufe. Das ist wirklich wichtig, denn dadurch bekommt man nähere Einblicke. Ansonsten eher kleinere Aufgaben, wie die Organisation des Trainee-Aperos, der zwei Mal im Jahr stattfindet. Die Trainees können auch selbst Projekte anstossen und diese umsetzen.

Timm: Tim, was sind für dich die grossen Highlights des Programms?

Tim: Es sind verschiedene Sachen. Zum Beispiel die Chance zu haben, 4 verschiedene Bereiche kennenzulernen und den Freiraum zu bekommen, sich zu entfalten, sich auszutauschen und eigene Erfahrungen zu machen. Auch die Möglichkeit eines Auslandsblocks ist für mich ein Highlight.

Der Bewerbungsprozess

Kim: Michelle, wie läuft der Bewerbungsprozess für das Traineeprogramm ab?

Michelle: Man kann sich das ganze Jahr über bewerben. Wir lassen pro Monat einen Trainee beginnen. Sobald man also absehen kann, dass das Studium fertig ist, sollte man sich bewerben. Nachdem man dann seine relevanten Unterlagen im Online-Portal hochgeladen hat, folgt ein Online-Assessment. Dieser Test beinhaltet einen mathematisch-logischen Test. Dann folgt das Telefoninterview, welches eine halbe bis dreiviertel Stunde dauert. Auf dieses Interview folgen drei weitere Gespräche, eines mit mir für ca. eine Stunde mit einem kleinen Business Case, in der Regel ist ein Linienmanager mit dabei, der sich eine weitere Stunde mit dem Bewerber austauscht und den Abschluss macht ein aktueller Trainee. Diese letzte Stunde ist auch die Möglichkeit für den Bewerber noch mal genau nachzufragen, wie das Programm abläuft und Insider Wissen zu erfragen.

Warum man sich dafür entscheiden sollte

Timm: Michelle, warum sollte man sich für das Traineeprogramm der Baloise entscheiden?

Michelle: Jeder kann hier seine eigene Geschichte schreiben. Man kann und darf seine eigenen Erlebnisse gestalten, gerade auch durch den Auslandsblock und unser eigenes Start-Up in Berlin. Natürlich auch wegen des Austausches, den man über alle möglichen Ebenen hat. Man ist immer herzlichst willkommen und zählt als vollwertiges Mitglied des Unternehmens.

Timm: Möchtet ihr potentiellen Bewerbern noch etwas mit auf den Weg geben?

Tim: Seid mutig! Auch wenn jemand das Gefühl hat, man passe nicht auf das Profil, weil man vielleicht keinen klassischen Hintergrund für eine Versicherung hat, kann ich nur dazu ermutigen, es doch zu tun.

Michelle: Wichtig finde ich auch, authentisch und offen zu sein, sowie sich nicht von der Branche Versicherung abschrecken zu lassen.

Kim: Wenn man noch mehr über das Programm erfahren möchte, wie kann man euch kontaktieren?

Michelle: Mich kann man gerne per E-Mail erreichen. Zudem sind wir immer wieder auf verschiedenen Events zum Thema Karriere unterwegs.

Tim: Bei mir auch gerne per E-Mail.

 

Weitere Links

Stellenausschreibung Baloise Traineeprogramm

 

 

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