Doktorarbeit, Direkteinstieg, Traineeprogramm – oder doch Lehrer?

Diese verschiedenen Optionen gingen mir durch den Kopf, als ich während des Schreibens meiner Masterarbeit in Physik an die naheliegende Zukunft dachte.

In den Lehrerberuf  konnte ich bereits am Hereinschnuppern, da ich während dem Verfassens meiner Abschlussarbeit nebenher in einem kleinen Pensum als Gymnasial-Lehrer arbeitete. Einmal auf der anderen Seite des Tisches zu stehen, war eine sehr spannende Erfahrung. Doch es war rasch klar für mich, dass eine reine Laufbahn im Schulbereich nicht mein Ziel ist.

Die Idee einer Doktorarbeit fand ich zwar zu Beginn sehr reizvoll, doch war ich nach 5 Jahren der Uni langsam überdrüssig und verwarf diese Option wieder. Nun gab es also noch Direkteinstieg oder Trainee-Programm.

Zu Beginn meiner Bewerbungszeit war ich hauptsächlich auf der Suche nach einem Direkteinstieg im Bereich der Physik, doch merkte ich rasch, dass ein Einstieg in eine andere Branche neue Herausforderungen bereithalten würde. In etwas thematisch komplett Anderes zu wechseln reizte mich dann doch. Und um diesen Richtungswechsel zu bewältigen, habe ich mich für ein Trainee-Programm entschlossen.

 

Ein Traineeprogramm kristallisiert sich heraus

Das Programm der Baloise Group hat mich dabei am meisten angesprochen. Speziell der Auslandsblock und die interessanten Beiträge der Trainees hier auf diesem Blog haben mich überzeugt, meine Bewerbung einzureichen.

Nach dem ersten Kontakt mit Lydia Welzel ging es dann sehr zügig voran. Während ich von anderen Bewerbungen noch auf eine Empfangsbestätigung wartete, lud mich Frau Welzel bereits zum Telefoninterview ein. Ehrlich gesagt war ich ziemlich nervös, doch durch die angenehme und offene Art des Gesprächs liess meine Nervosität mehr und mehr nach.

Auch die danach folgenden Gespräche überzeugten mich zunehmend von der Kultur innerhalb der Basler, obwohl doch die eine oder andere Frage im Bewerbungsgespräch ziemlich überraschte. An den Moment der Zusage im letzten Sommer kann ich mich noch gut erinnern, und auch an meine damaligen Gedanken an die bevorstehende Zeit als Trainee: Würde ich den Einstieg packen, obwohl ich keinerlei Background aus dem Finanz- oder Versicherungswesen habe? Wie wird mein Chef sein? Wird es mir gefallen?

 

Schon über ein Monat vorbei

Einen Monat nach meinem Start im Group Risk Management kann ich zu allen Fragen nur positive Antworten geben und ich bin überrascht von der offenen und angenehmen Art aller MitarbeiterInnen, welche ich bisher kennenlernen durfte.

Mein Aufgabenbereich liegt zur Zeit in der Mithilfe bei der Umsetzung von Solvency II (den neuen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen der EU) und im Bereich der Risikoberichterstattung.

Allen “Fremdlingen” des Versicherungswesens kann ich dabei die Angst nehmen: die Einführung und Unterstützung gerade im Trainee-Programm ist sehr gut und den internen Diskussionen kann ich mittlerweile ohne allzu grosse Mühe folgen.