junger, dunkelhaariger Lernender mit Vollbart sitzt in blauem Poloshirt vor roter Wand mit Post its

KV-Lehre bei der Baloise | Kasim

Stell dir vor, du bist Mitte zwanzig und jeden Tag von Leuten umgeben, die locker zehn Jahre jünger sind als du. Das ist schon ein wesentlicher Altersunterschied. Beide Gruppen stecken in vollkommen anderen Lebenswelten und trotzdem hat Kasim Ugur Ayhan mit seinen 25 Jahren diese Herausforderung angenommen. Gut zehn Jahre später als allgemein üblich hat er sich zu einer KV-Lehre bei der Baloise entschlossen. Wer ihm zuhört, während er über seinen Alltag erzählt, weiss: Es war genau die richtige Entscheidung.

Kasims Werdegang

Mit 15 Jahren beendete Kasim die 9.Klasse und besuchte im Anschluss für weitere vier Jahre die Fachmittelschule am Gymnasium in Solothurn. Ausserdem schob er ein Jahr Sprachschule ein, um sein Französisch aufzubessern. Danach fühlte er sich mehr nach “praktischer Arbeit”, wollte nicht immer noch weiter theoretisches Wissen anhäufen. Mit Berufseinstieg startete Kasim bei einem Versicherungsmakler/-broker, “aber das war nicht das Richtige für mich, obwohl ich gar nicht schlecht performt habe. Ich probierte es ein weiteres Jahr im Kundendienst am Empfang und kam zu dem Schluss: Ich möchte eine Ausbildung machen.” Daraufhin bewarb sich Kasim bei der Baloise Bank SoBa in Solothurn. Pech! Alle Stellen waren besetzt und so landete seine Bewerbung im Versicherungsbereich.

Manchmal braucht es Unterstützung

“Als ich mich damals beworben habe, war der Ausbildungsbeginn gerade vorbei, aber ich hatte im Team Nachwuchsentwicklung der Baloise extrem grosse Unterstützung. Sie haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit ich a) noch im laufenden Ausbildungszeitraum einsteigen und b) bei der Generalagentur in Biel anfangen konnte.” Alles nicht selbstverständlich, denn eigentlich waren die Stellen für die KV-Lehre vergeben. Aber Kasim hatte Glück! Sein Wunsch wurde doch berücksichtigt und im September 2016 fing er an.

KV-Lehre | Berufsschule und praktische Arbeit

Alle Lernenden bei uns absolvieren in drei Jahren KV-Lehre ein anspruchsvolles Programm. Sie besuchen einerseits die Berufsschule und entscheiden sich vorab entweder für eine erweiterte Grundbildung (E-Profil) oder für die integrierte Berufsmaturität (M-Profil). Für Kasim kam nur Letzteres in Frage. Neben dem theoretischen Unterricht geht’s in der Baloise um die Praxis. Für Kasim heisst das u.a. Schalterdienst mit direktem Kundenkontakt, Unterstützung der Aussendienst-Mitarbeitenden, Erstellen von Kundenofferten. “Ich bin ziemlich schnell ins kalte Wasser geworfen worden, aber das war gut. Ich lerne unheimlich viel in kürzester Zeit weil ich es muss.”

Hoher Anspruch an die Lernenden

“Dadurch, dass ich etwas später in die KV-Lehre eingestiegen bin, musste ich Einiges aufholen. Daran war ich aber selbst schuld. Ich habe mich voll reingehängt.” Zweimal pro Woche besucht Kasim die Berufsschule, drei Tage ist er in der Generalagentur in Biel. “Der Unterricht geht von 7.30 bis 17/18 Uhr etwa. Wir haben neun Fächer – u.a. DE, EN und FR, Finanz- und Rechnungswesen, Recht, Wirtschaft, Informatik. Es sind gemischte Klassen aus KV-Lernenden, aus Schülern, die sich im Einzelhandel und Gesundheitswesen bilden und aus solchen, die eine Weiterbildung machen.” Kasim erzählt von regelmässigen, fordernden Tests und von reichlich Unterstützung seitens der Baloise. “Bei fachspezifischen Themen werden wir in internen Kursen zusätzlich weitergebildet und vor der Abschlussprüfung geht es eine Woche zur Vorbereitung auf eine gemeinsame Lernreise. Das nimmt Nervosität.”

Generalagentur vs Hauptsitz

Vor kurzem hat Kasim einige Wochen am Hauptsitz der Baloise in Basel verbracht. Dieser Perspektivwechsel ist gewollt, denn es gibt grosse Unterschiede. “Die wissen gar nicht, wie gut sie es haben, meine Co-Lernenden in Basel“, lacht Kasim. “In Biel bin ich grundsätzlich früher da, als sie am Hauptsitz. Das ist das Eine. Ausserdem sind wir weniger KollegInnen in Biel. Ich muss automatisch häufiger und mehr Verantwortung bzw. Stellvertretungen übernehmen. Nicht immer hat jemand Zeit, um sich um mich zu kümmern. Es braucht viel Selbstinitiative. Ich mag das und fühle mich als vollwertiger Mitarbeiter. Natürlich weiss ich, dass ich grundsätzlich immer nachfragen kann.” Ganz generell betont Kasim, dass er vor allem das Verinnerlichen sämtlichen Versicherungs-Know-hows als Herausforderung empfindet. “Aber das kommt learning by doing. Nicht alles auf einmal. Ich schaff das!”

KV-Lehre| Kasims Empfehlung

“Jeder, der sich für eine KV-Lehre entscheidet, muss wissen: es ist eine anspruchsvolle Ausbildung und die Arbeit findet im Büro statt. Dazu muss man seine Einstellung finden und eine Entscheidung treffen. Für mich persönlich eröffnen sich mit der KV-Lehre viele Möglichkeiten. Diese Flexibilität ist toll.” Kasim betont, wie sehr sich die Baloise bemüht, ihre Lernenden zu halten. “Das gibt mir ein sicheres Gefühl. Es ist pure Wertschätzung. Wenn ich lerne und Engagement zeige, muss ich mich um das – Wie geht es nach der Ausbildung weiter? – kaum sorgen.” Im Sommer 2019 wird Kasim fertig sein und eines ist ihm wichtig. “Die Baloise bezahlt mein Halbtax während der Ausbildung und sie schickt uns im 1.Lehrjahr in eine Sozialwoche. Dort helfen wir z.B. den Bauern in der Region oder engagieren uns auf andere Art ehrenamtlich. Für mich sind das tolle Zusatzleistungen, durch die mich die Baloise profitieren lässt. Monetär wie persönlich. Eine gute Kombi!

Lernende bewerten Arbeitgeber

Lernende haben schweizweit bei einer Kununu-Umfrage ihre Arbeitgeber benotet. Werden sie motiviert, wertgeschätzt, gefordert und gefördert, erfahren sie Unterstützung und Respekt, müssen sie Überstunden ableisten? Die Baloise landet in den Top Ten im guten Mittelfeld auf Platz 5. Vielen Dank für euer Feedback, aber wir wollen noch weiter hinaus 🙂


Bist du neugierig geworden? Hier gibt’s mehr zum Berufseinstieg!