ein glatzköpfiger, braun gebrannter Mann am Tisch n blauer Sitzgruppe

“Manchmal ist es schön, abends zu schweigen” | Schadeninspektor Baloise

Andrea Vanazzi ist 50 Jahre alt. 34 davon gehört er zur Baloise. Nach seiner Versicherungslehre in der Generalagentur Biel, kam er 1986 nach Bern – von Anfang an mit einer gewissen Vorliebe für den Bereich Sachschaden. Aussendienst, Innendienst – Andrea nahm einige Erfahrungen mit und wurde Mitte der 90er Teamleiter. Mit der Jahrtausendwende reifte in ihm ein neuer Wunsch: Schadeninspektor. Das wär doch was! “Es ist der Kundenkontakt, der mich bereichert. In der Regel ist er unheimlich lebhaft. Das passt gut zu mir.” Dass das stimmt, merkt jeder, der mit Andrea spricht: ein sehr agiler, verbindlicher, strahlender Typ, bei dem der Kunde spürt “Hier bin ich in guten Händen.”


Marcel Thomann, Leiter Schadeninspektoren Sach

“In meinem Team der 14 Schadeninspektoren sind alle sehr wichtig in der Bearbeitung der täglichen Kundenanliegen. Aber Andrea Vanazzi sticht heraus. Er steht uns immer zur Seite, wenn Hilfe benötigt wird. Egal in welcher Region, egal in welcher Sprache. Im Juli dieses Jahres hat er in drei Wochen nicht nur 100 Aufträge erhalten, sondern auch mich und einen weiteren Kollegen vertreten. Nach unserer Ferienrückkehr war der grösste Teil unserer Arbeit erledigt. Auf ihn ist immer Verlass. Wenn ich könnte, würde ich Andrea Vanazzi klonen. Nicht nur den Mitarbeiter, sondern auch den Menschen. Er hat seine Geschichte – im Namen all unserer Schadeninspektoren – verdient. Ein Dankeschön an eine wirklich gute Seele.”


“Ein unglaubliches Glück, solch ein Team zu haben”

Für Andrea ist der direkte Draht zu seinen Kunden entscheidend wenn es um Wertschätzung im Umgang geht. “Ich schreibe weniger, als dass ich telefoniere”, sagt er. “Meine Kunden verstehen so sehr viel besser die komplexen, versicherungschinesischen Zusammenhänge als wenn wir x-Mal hin und her mailen. Das würde sicher vielen so gehen.” Als am 8.Juli dieses Jahres ein Unwetter durchs Aargau zog, mit Starkregen und Hagel, bei dem Keller voll Wasser liefen, waren Andrea und seine Kollegen im Dauereinsatz. “Unsere Kunden meldeten hunderte Schäden und wir haben sie binnen einer Woche besichtigt, binnen 2-3 Monaten bearbeitet. Das war Teamwork.” Generell ist das Aargau nicht Andreas Gebiet, er arbeitet eher in und 50km um Bern, aber es war klar, dass alle gemeinsam anpacken. “Eigentlich sind wir Schadeninspektoren von der Sache her Einzelkämpfer”, sagt Andrea, “aber der Teamspirit bei uns ist enorm präsent. Wir halten zusammen.”

Emotionen vs. Sachlichkeit

Zuletzt hat Andrea ca. 400 – 450 Schadenfälle im Jahr bearbeitet. Die Verteilung läuft über den Hauptsitz in Basel, wo sich die Kunden melden. Dann nimmt der Schadeninspektor Kontakt auf, begutachtet den Schaden gegebenenfalls vor Ort. “Oft geht es um kleinere Dinge: Ursachenforschung, Organisatorisches, Unterstützung durch Fachkräfte bzw. Handwerker. Sowas. Das läuft in der Regel reibungslos, aber je grösser die Schäden desto grösser die Emotionen bei meinen Kunden. Da muss ich einen kühlen Kopf bewahren.” Nicht immer sind Kunden ausreichend versichert. Entsprechend entstehen Meinungsverschiedenheiten bei der Regulierung und diese Konflikte gilt es, abzufedern. Es gibt Diskussionen, in denen Andrea sagen muss “es ist besser, morgen weiterzusprechen, wenn sich die Gemüter beruhigt haben”. Aber das sind Ausnahmen. “Ich nehme nie etwas persönlich und auch nicht mit nach Hause. Ich bemühe mich um Sachlichkeit und darum, auf Augenhöhe zu reden. Mir gefällt das Wort Inspektor nicht. Ich bin mehr Unterstützer und Dienstleister meiner Kunden mit dem aufrichtigen Ziel, ihnen zu helfen.”

Jeder Kunde ist anders

“Was ich hin und wieder persönlich als recht verstörend empfinde, sind Regulierungen bei Todesfällen – nach einem Brand bspw. Wenn ich dann in die trauernden Familien komme, um über Banalitäten wie die Versicherungssumme etc zu sprechen, fühlt es sich unsensibel an.” Die Erfahrungen, die Andrea in all seinen Jahren als Schadeninspektor gesammelt hat, sind vielfältig. Es gibt Kunden, die er in ihrer Sorge beruhigen muss, solche die ihm mit ausschliesslicher Dankbarkeit begegnen, andere, die ihn hinters Licht führen wollen. “Das liegt in unserer Natur als Mensch, oder?!”, schmunzelt Andrea reflektiert, “aber nach so vielen Jahren Erfahrung werde ich bei bestimmten Sachverhalten hellhörig.” Was Andrea final betont und ihm ebenso wichtig ist, sind sein Freiraum und das Vertrauen, das ihm von seinem Chef Marcel Thomann entgegengebracht wird. “Wir alle haben unsere Arbeit zu verrichten, aber wir teilen sie uns selbst ein. Niemand steht mit der Stechuhr hinter uns oder zählt Fälle. Ich fühle mich mündig als Mitarbeiter. Ich entscheide wann ich wie arbeite. Hauptsache, meine Fälle sind letztlich erledigt.” Wer Andrea kennenlernt, trifft auf einen wahrhaft sprudelnden, strahlenden Mann, der ohne Punkt und Komma reden bzw. Geschichten erzählen kann. Sehr erfrischend ist das und unterhaltsam! Allerdings daheim ist manchmal sämtliche Energie aus ihm gewichen. “Dann ist es schön, am Abend einfach nur zu schweigen”, lacht er. “Das bringt mein Beruf so mit sich!”


Guten Seelen gibt es überall bei der Baloise. Lies weiter!

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