eine Frau steht lachend hinter Kasse, um sie herum liegt Verkaufsware

“Ich liebe einfach die Leute hier. Sie geben mir so viel zurück!”

Susanne ist der Sonnenschein der Baloise. Das kommt nicht von mir – das kommt von den Mitarbeitenden. “Wenn man dich sieht, muss man einfach mitlachen”, sagen sie. “Du bist meine Sonne.” So erzählt es Susanne selbst. Sie ist 43 Jahre alt, hat marrokanisch-algerische Wurzeln – von der Mutter verliehen – und sie schafft seit 2015 für die Basler, im Erdgeschoss, im Kiosk. Susanne ist eine unserer guten Seelen.

Einfach immer gut drauf

 “Ich weiss nicht, warum das so ist, aber es ist einfach so. Ich bin eigentlich nie schlecht drauf. Falls doch, lass ich es mir nicht anmerken.” So ist es und das färbt ab. Susanne lacht immer – egal ob jemand morgens ein Gipfeli bei ihr kauft, mittags einen Nudelsalat, oder ob die Kollegen nach dem selbst gemachten Eistee fragen. Und mit –Lachen- mein` ich auch lachen. Offen. Herzlich. Stimmgewaltig. Man hört sie schon von Weitem. Immer hat sie einen flotten Spruch auf den Lippen, immer kennt sie jeden Namen. Absolut jeden. Wie sie das macht? “Manchmal schaue ich auf das Badge, das mir die Kollegen zum Bezahlen reichen. Meist aber frage ich nach und speichere ihn ab. Das funktioniert einfach so. Ich muss nicht viel dafür tun.”

Aus Erfahrung stark geworden

Geboren wurde Susanne 1974 in der Schweiz, lebte aber bis zum Kindergartenalter in Marokko. Dann ging es zurück nach St.Gallen. Ihr Vater stammt von dort, ist Metzgermeister. Vielleicht wurde ihr das Verkaufen in die Wiege gelegt. Die Mutter kam mit 17 Jahren arbeitssuchend hierher, verliebte sich und schwupps – entstand die kleine Susanne. Einen leiblichen Bruder hat sie, darüber hinaus 12 Geschwister. So nennt sie sie, denn wirklich verwandt ist Susanne mit ihnen nicht. “Meine Tante ist in Marokko die Frau eines Imams. Es ist üblich, Strassenkinder in die Familie aufzunehmen, ihnen zu helfen. Gene hin, Gene her”, erzählt sie, “für mich sind sie meine Geschwister.” In ihrer Heimat hat sie viel erlebt, “viel Schlimmes”, sagt Susanne, “unvorstellbar für West-Europäer. Für mich ist es Normalität. Aber diese Erfahrungen haben mich stark gemacht. Ich denke immer, mir geht es doch gut. Also, will ich das auch ausstrahlen und lache so oft es geht.”

Das Tollste ist der Kundenkontakt

Susanne ist gelernte Konfisserie-Fachverkäuferin, über Integratio – das Integrationsprogramm der Stadt Basel – erfuhr sie von der freien Kioskstelle bei der Baloise. Das war im Januar 2015. Seitdem ist sie da, verkauft, bereitet Sandwiches und Salate, hilft bei hausinternen Apéros, putzt die Kaffeemaschine etc. Jeden Tag steht sie um 4 Uhr auf und arbeitet von halb 6 bis 15 Uhr. “Früh aufstehen hat mir noch nie etwas ausgemacht. Ich denke nicht darüber nach. Ich freue mich ehrlich jeden Tag auf meine Kunden. Das Freundlichkeits-Niveau bei der Baloise ist enorm hoch. Ich komm aus dem Service, ich weiss wovon ich spreche.”, lacht sie. “Ganz Viele holen jeden Morgen dasselbe. Entsprechend lege ich es ihnen schon hin und bin glücklich wenn ich sehe, dass sie das freut.”

Auch privat immer für andere da

Nach Feierabend engagiert sich Susanne mit ihrem Mann, der aus Afghanistan stammt, ehrenamtlich für HEKS. “Im Kleinen Grosses bewirken” heisst es bei dem evangelischen Kirchenhilfswerk. Jeden Abend seit zwei Jahren betreuen beide eine stark traumatisierte Flüchtlingsfamilie, ebenfalls Afghanen. “Am Anfang war es emotional sehr schwierig”, erzählt Susanne, “inzwischen freue ich mich immer öfter über kleine Fortschritte, die ich sehe.” Übrigens, spricht sie sieben Sprachen: arabisch, französisch, spanisch, italienisch, englisch, portugiesisch, deutsch. Persisch lernt sie gerade. “Mein Mann liefert russisch, türkisch und griechisch. Das hilft bei der Arbeit mit den Flüchtlingen. Wir gehen auch mit ihnen zum Arzt, helfen bei Behördengängen. Manchmal denke ich, wir sollten uns mehr um uns kümmern. Die Zeit zu zweit kommt zu kurz. Aber dann verwerfe ich den Gedanken. Mir geht es gut. Ich möchte für andere da sein und letztlich ist das auch meine Philosophie beim Kiosk-Verkauf der Baloise.” Und dann strahlt sie wieder, ihr Susanne-Strahlen. Einfach eine gute Seele.


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2 Antworten
  1. Caroline
    Caroline says:

    Ich war nach meiner zweiten Arbeitswoche beeindruckt, dass Suzanne meinen Namen schon kannte.
    Ihr Lächeln ist unglaublich ansteckend 🙂

    Antworten

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