Personenportrait einer Frau vor einer Glasfassade

Über 40 Websites, immer live – Interview mit Application Owner Jeannette Popken

Jeannette erzählt aus ihrem Job in der Onlinewelt – Interview Teil 1

Im ersten Teil unseres zweiteiligen Blogartikel steht Jeannette Popken Rede und Antwort zu ihren Aufgaben als Application Owner Content Management System (CMS). Sie erzählt dabei, wie sie ihr geisteswissenschaftliches Studium in der Onlinewelt nutzen kann, was ihr an ihrer Arbeit grossen Spass macht und wo ihre grössten Herausforderungen liegen.

Jeannette, bitte erzähl von deinem beruflichen Werdegang.

Ursprünglich habe ich Germanistik, Musikwissenschaft und Ethnologie studiert. Während dieser Zeit habe ich in einem Online-Auktionshaus-Startup zu arbeiten angefangen und so den Einstieg in die Onlinewelt gefunden. Dort bin ich dann hängen geblieben. Später wechselte ich zu einer Agentur und betrieb dort Projektmanagement in der Schnittstelle zwischen Business und IT. Vor dreieinhalb Jahren hat es mich dann zu Baloise verschlagen.

Wie kommt man dazu, während einem geisteswissenschaftlichen Studiums in einem Online-Auktionshaus zu arbeiten?

Das war reiner Zufall. Ich wusste lediglich, dass ich nicht in den Journalismus wollte. Ich habe dann schnell festgestellt, dass ich Dinge, die ich im Studium gelernt habe, so in die Praxis umsetzen konnte – zum Beispiel, wie man ein Projekt führt. Aber auch das Arbeiten mit Texten aus dem Germanistikstudium kommt mir heute noch bei der Zusammenarbeit mit der IT zugute, schliesslich handelt es sich bei Konzepten, Aufwandschätzungen und auch Programmiersprachen um Fachsprachen, das heisst auch um Texte, wenn auch hoch spezifische.

Wie gestaltet sich deine tägliche Arbeit als Application Ownerin?

Mit einem Content Management System verwaltet die Baloise Group ihre über 40 Websites, angefangen mit baloise.ch, baloise.com bis hin zu allen Intranet-Auftritten der Konzernbereiche. Als Application Owner für dieses System bin ich somit verantwortlich, dass all diese Webauftritte ohne Störung laufen. Dabei muss ich unterschiedlichste Anspruchsgruppen, wie die Öffentlichkeit, alle Mitarbeitenden, Fachbereiche oder die IT berücksichtigen. So unterschiedlich die Stakeholders, so verschieden auch meine Aufgaben. Von Release-Planungen, dem Eruieren, Testen und Einführen neuer Funktionen bis hin zur Lösung von unvorhersehbaren, kniffligen Problemen – kein Tag ist wie der andere. Das macht meinen Job sehr spannend, aber auch anspruchsvoll.

Was macht dir besonders Spass an deinem Job?

Ich bin am Puls der Zeit. Das Internet entwickelt sich stetig weiter – es gibt immer neue Trends, Technologien, Applikationen. Ich finde es sehr spannend, mich damit auseinander zu setzen, mich mit anderen dazu auszutauschen und mir zu überlegen, wie wir unseren Webauftritt weiterentwickeln können.

Aber auch die Lösung von Problemen kann sehr spannend sein. Eine Website ist immer live. Tritt ein Problem auf, kann man nicht einfach sagen: Jetzt funktioniert die Seite halt drei Stunden lang nicht. In solch einer Situation macht es dann grossen Spass, wenn man schnell eine unkonventionelle Lösung findet.

Wo siehst du die grösste Herausforderung?

Die grösste Herausforderung ist es, die ganze Vielfalt unter einen Hut zu bekommen und die Aufgaben fristgerecht zu bearbeiten. Dies ist für eine Person auch gar nicht mehr machbar, daher werde ich durch eine neue Kollegin unterstützt.

Zudem muss man damit umgehen können, dass niemand merkt, wenn man einen guten Job macht. Man arbeitet im Hintergrund. Bekommt niemand etwas davon mit, ist alles gut gelaufen.

Und zum Schluss: Wie würdest du die Unternehmenskultur bei der Baloise in drei Worten beschreiben?

Flexibel und partnerschaftlich aber manchmal etwas zu vorsichtig. Flexibel und partnerschaftlich erlebe ich die Baloise insbesondere im Umgang mit ihren Mitarbeitenden, vorsichtig wiederum verhält sie sich teilweise in Projekten, in denen viel im Vorfeld abgestimmt werden muss.

Im zweiten Teil des Blogartikels wird es dann persönlicher, wenn wir uns dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie widmen. Jeannette erzählt uns dann, wie sie ihren Job und ihre Familie unter einen Hut bekommt.

Sandra