Personenportrait einer Mutter mit Sohn in einem Sessel vor einer Glasfassade

Beruf und Familie: Man findet immer eine Lösung

Jeannette Popken, Application Owner und Mutter erzählt, wie Sie Online- und Offlinewelt verbindet – Interview Teil 2

Im ersten Teil unseres Blogartikel stand uns Jeannette Popken Rede und Antwort zu ihren Aufgaben als Application Owner.

Im zweiten Teil wird sie uns einen kleinen Einblick in ihr Privatleben  – der “Offlinewelt” geben, indem sie ihre Erfahrungen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit uns teilt. Jeannette arbeitet 80% und hat einen 5-jährigen Sohn. Dass es für jede Situation eine Lösung gibt, davon ist sie überzeugt.

Wir haben viel über deinen Job geredet. Neben deiner Arbeit als Application Owner hast du aber auch Familie. Wie bringst du diese beiden Lebensbereiche unter einen Hut?

Das frage ich mich auch manchmal (lacht). Aber die gute Nachricht ist: Man findet immer eine Lösung.

Mein Sohn geht in den Kindergarten und in die Baloise Kinderkrippe. Die Kinderbetreuung, also das Bringen, Abholen, Bespassen und die Organisation liegt vor allem  bei mir, da mein Mann zur Arbeit pendeln muss. Aber er springt ein, wenn ich länger im Büro bin oder unser Sohn krank ist. Da wechseln wir uns ab. Für mich ist es daher sehr hilfreich, dass ich mein 80% Pensum sehr flexibel gestalten kann. Mein Job kommt mir da sehr entgegen, da ich viel Spielraum habe, meine Aufgaben selbst einzuteilen. Aber Planung ist alles: Ich plane jede Stunde am Tag und halte es im Kalender fest, damit ich nichts vergesse.

Wirst du dabei von der Baloise unterstützt?

Die flexible Arbeitszeit sowie die Möglichkeit von Home Office, auch mal nur für zwei Stunden, helfen mir ungemein. Zudem nutzen wir das Angebot der Baloise Kinderkrippe. Ich finde es super, dass diese die Kinder vom Kindergarten und der Schule abholen. Auch sind sie ebenfalls sehr flexibel – sie springen ein, wenn man ausnahmsweise einen weiteren Nachmittag Betreuung benötigt, und man kann auch mal Tage ändern. Aber auch mein Team ist in dieser Hinsicht toll. Sie sind sehr offen und bringen mir Vertrauen und Verständnis entgegen. Viele von ihnen haben selbst Kinder und kennen die Thematik. Daher schaut mich auch keiner komisch an, wenn ich meinen Sohn in einem Notfall auch mal bis zu zwei Stunden mit ins Büro bringe. Er beschäftigt sich in dieser Zeit dann mit Spielzeug, Puzzle oder schaut sich einen Film auf dem iPad an. Darüber bin ich sehr froh, weil die Alternative in dieser Situation wäre, dass ich zuhause bleiben müsste und nicht arbeiten könnte.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein oft diskutiertes Thema. Wie denkst du darüber?

Aus meiner Sicht ist es ein sehr wichtiges Thema, welches regelmässig diskutiert werden sollte, da man die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft hat. Auch soll es ein Thema für Frauen UND Männer sein, da man heutzutage nicht mehr davon ausgehen kann und soll, dass die Kinderbetreuung und deren Organisation allein Aufgabe der Frau ist.

Gibt es einen Tipp, den du jungen berufstätigen Müttern mit auf den Weg geben kannst?

Ein Fehler, den ich zu Beginn gemacht habe war, dass ich nur noch arbeitete und mich um die Familie kümmerte. Ich hatte nichts anderes mehr – keine Hobbys, keine Minute für mich alleine. Das war sehr anstrengend. Ich habe dann festgestellt, dass es extrem wichtig ist, etwas nur für sich zu haben oder zu machen. Daher habe ich wieder angefangen, einmal die Woche in einem Sinfonieorchester zu spielen. Diese Stunden sind für mich wie Ferien. Daher mein Tipp: Man muss regelmässig etwas für sich tun.

Und zum Schluss: Was gefällt dir besonders gut an deinem Arbeitgeber?

Besonders schätze ich die Flexibilität, die Unterstützung und das Vertrauen, welches mir von der Baloise entgegen gebracht wird. Ich fühle mich sehr privilegiert, dass ich dies bekomme und so Job und Familie gut vereinbaren kann. Leider wird einem dies noch nicht überall geboten.

Herzlichen Dank für das offene und spannende Gespräch.

Sandra