ein junger blonder Mann mit grünem Kapuzenpulli hält eine Medaille in der Hand

Bronze bei Inline Hockey WM | Mattia aus dem Kundenservice

Bei uns bei der Baloise kennen wir Mattia Di Biase (27) als Mitarbeiter im Kundenservice Nichtleben. Er betreut Verträge, kümmert sich um Anfragen, bearbeitet Kundenmails – aber privat ist Mattia ein Crack auf Kufen und Rollen. Im Juli war er mit der Schweizer Nationalmannschaft bei der Inline Hockey WM, zwei Wochen lang in Asiago/ Italien. Zurückgekommen ist sein Team mit der Bronzemedaille. Wir sagen Respekt und herzlichen Glückwunsch bzw. Welcome back.

Inline Hockey | Die Sommervariante des Eishockey

Nur vier Jahre war Mattia alt, als sein Papa ihn fragte, ob er nicht Eishockey spielen wolle. Vater und Sohn gingen im Winter ohnehin viel aufs Eis: Warum also nicht ein Verein? Mattia hatte Lust und so begann seine sportliche Laufbahn, damals beim EHC Zunzgen/ Sissach. “Über die Jahre habe ich mein Team immer wieder gewechselt. Ich war in Basel, in Biel, eine Weile habe ich auch in Chur gespielt. Als ich 16 war etwa, begann sich das alles zu professionalisieren. Ab da ging es um Leistungssport, nur für ganz nach oben hat es leider nicht gereicht.” Dafür tat sich vor gut vier Jahren eine andere Option auf, international durchzustarten – im Inline Hockey. “Das spielen wir in der eishockeyfreien Zeit von April bis Juli auf Hartgummi. 2x20min Spielzeit, 4×4 Spieler plus Goalie – und 2016 wurde ich zum Training der Nationalmannschaft eingeladen. Schon cool.”

Vereinbarkeit von Training und Job

Im Kundenservice der Baloise arbeitet Mattia Vollzeit, 100% und dennoch gibt es so gut wie nie Kollisionen mit seinen Trainingszeiten. “Das Gute ist, dass wir flexible Arbeitszeiten haben. Wir teilen uns unseren Job selbst ein – wann wir anwesend sind, wann wir Mails bearbeiten, wann wir mit den Kunden telefonieren. Sollte ich mal früher weg – weil zum Training – müssen, bin ich eben ab 6 Uhr im Büro.” Etwas schwieriger wird’s, wenn Mattia mit der Mannschaft zu sportlichen Grossereignissen reist. “Zweimal war ich bereits bei einer WM: 2017 in China und dieses Jahr in Italien. Da muss ich Urlaub nehmen, um für die Schweiz Inline Hockey spielen zu können. Aber die Bronzemedaille ist jeden Ferientag wert gewesen. Es war so eine geile Zeit. Ich hoffe, ich fahre nächstes Jahr wieder.”

Bronzemedaillen-Gewinner inkognito

Heimzukommen, zurück an den Arbeitsplatz zu gehen, verursachte in Mattia ein komisches Gefühl. “Du bist zwei Wochen lang unter Strom, voller Adrenalin, du gibst Vollgas unter der sengenden Sonne Italiens. Dann springt wirklich der 3.WM-Platz heraus, womit kaum jemand von uns gerechnet hat, und danach gehst du einfach wieder in deinen Job zurück. Das wird der Sache irgendwie nicht gerecht.” Mattia lacht als er sich an den letzten WM-Tag erinnert. Das Spiel um Platz 3 gegen Kanada, die verdiente Siegfeier und dann mitten in der Nacht: die Heimfahrt. “Ich konnte kaum realisieren, was uns da gelungen war und schon sass ich wieder im Bus zurück und am Kundentelefon. Zwei völlig verschiedene Welten.” Das WM-Turnier gewonnen hat übrigens Tschechien als haushoher Favorit.

“Hast du schöne Ferien gehabt?”

Nicht alle Kollegen/-innen kennen Mattia so gut, als dass sie von seinem Hobby wüssten. “Meinem Team habe ich es erzählt. Sie haben sich gefreut und gratuliert, aber andere kamen nachvollziehbarerweise mit der Frage auf mich zu, ob ich denn schöne Ferien gehabt hätte.” Mattia muss wieder ein bisschen lachen. “Ich könnte jetzt Urlaub gebrauchen”, sagt er.Von 10 WM-Tagen blieb den Teilnehmern nur ein Ruhetag. “Du bist mental wie körperlich total ausgebrannt nach so einem Turnier.” Drei Tage immerhin blieben Mattia für eine Art Regenerierung nach seiner Rückkehr daheim in Basel. Inzwischen hat er seinen Hockeyschläger gegen sein Telefon getauscht und berät unsere Baloise Kunden. 2019 finden die Roller Games in Barcelona statt. Internationale Wettkämpfe in sämtlichen Rollsport-Disziplinen, mit dabei die nächste Weltmeisterschaft im Inline Hockey “und hoffentlich bin ich dann wieder dabei”, wünscht sich Mattia. “In Barcelona war ich noch nie.”


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