Wie ich meinen Lebenslauf geschickt strukturiere und gestalte …



SicherheitshirschWie ich meinen Lebenslauf geschickt strukturiere und gestalte

Sie gehört zu den leichtesten Disziplinen der Bewerbung, meint man. Doch lauern im Detail Tücken. Viele meistern sie, viele scheitern aber auch an ihr: Die Struktur und Gestaltung des Lebenslaufes. Viele geben ihren Senf dazu und am Ende sind alle Bewerber nur eins – verwirrt! Auch wir können keine allgemeingültigen Regeln aufstellen, aber wir erklären in diesem Artikel unsere persönlichen Vorlieben, um euch für eure Bewerbung bei uns sicherer zu machen.

Die Möglichkeiten zur Struktur und Gestaltung des Lebenslaufes sind so bunt und so vielfältig wie viele Kleiderschränke: Es gibt Lebensläufe in allen Formen und Farben. Ein paar richtig kreative Beispiele könnt ihr euch hier ansehen: http://tinyurl.com/3uelwz4

Für uns als Personaler sind diese aber weniger geeignet (es sei denn ihr bewerbt euch auf Stellen, bei denen Kreativität im Mittelpunkt steht).

 

Lebenslauf – das Herzstück eurer Bewerbung

Das erste Dokument, das wir uns bei einer neuen Bewerbung ansehen, ist der Lebenslauf. Wenn er das erste Screening übersteht, seid ihr schon einen Schritt weiter in Richtung neuer Stelle. Der Lebenslauf ist sozusagen das Herzstück eurer Bewerbung. Wir wollen in diesem Dokument auf einen Blick erkennen, welche Fähigkeiten und Kenntnisse ihr mitbringt, die euch für die jeweilige Stelle qualifizieren. Wir wollen also wissen, ob es sich lohnen könnte euch zu einem Gespräch einzuladen.

Damit wir dies können, ist eine übersichtliche, einfache Gestaltung des Lebenslaufes sehr wichtig. Die Informationen sollten strukturiert angeordnet sein:

  • Kategorisierung von Informationen: Fasst alle eure praktischen Erfahrungen zusammen und ordnet sie in einem Absatz an. Das gleiche gilt für eure schulischen und universitären Erfahrungen und natürlich auch für alle anderen Kenntnisse, die ihr mitbringt. Innerhalb dieser Blöcke ist es euch überlassen, wie ihr diesen strukturiert. Wichtig sind: Berufserfahrung, Aus- und Weiterbildungen, Sprachkenntnisse, gegebenenfalls IT-Kenntnisse und, je nach eigener Vorliebe, persönliche Interessen .
  • Ausbildung vor praktischer Erfahrung bei Schülern und Studenten: Grundsätzlich sollten Schüler und Studenten, die bislang wenig praktische Erfahrung gesammelt haben, ihre schulische und universitäre Ausbildung vor die praktische Erfahrung stellen. Das  ändert sich dann, wenn ihr mehr Erfahrung gesammelt habt. Hier rückt die Ausbildung weiter nach unten im Lebenslauf.
  • Spezialtipp für Bewerber auf Stellen mit Berufserfahrung oder das Traineeprogramm: Umgekehrt chronologischer Aufbau: Innerhalb der Kategorien bevorzugen wir anti-chronologisch angeordnete Lebensläufe. Das aktuellste der jeweiligen Kategorie gehört hierbei an oberste Stelle. So sehen wir sofort, was ihr zur Zeit studiert oder wo ihr euer letztes Praktikum gemacht habt.
  • Strukturierung und graphische Gestaltung von Absätzen: Ich empfehle euch innerhalb der jeweiligen Kategorien die einzelnen Aktivitäten klar durch graphische Elemente zu strukturieren. Ihr könnt, z.B. die Firma, bei der ihr das Praktikum gemacht habt, mit fetter Schrift hervorheben. Eure jeweilige Position könnt ihr mit kursiver Schrift von den anderen Wörtern hervorheben.
  • Persönliche Informationen: Im ersten Absatz solltet ihr eure wichtigsten persönlichen Informationen nennen. Das heisst, euren vollständigen Namen, Adresse, Telefonnummer, Emailadresse, bevorzugt auch euer Geburtsdatum (das ist Geschmackssache).  Diese Informationen könnt ihr entweder als ersten Absatz strukturieren oder Informationen wie Adresse und Kontaktinformationen auch in den Briefkopf stellen. Übrigens: Ausser bei Bewerbungen auf Lehrstellen gehören Informationen wie Name und Beruf der Eltern nicht mehr in euren Lebenslauf.
  • Tätigkeitsbeschreibungen nicht vergessen: Und zu guter letzt noch eine Empfehlung zum Inhalt: Vergesst nicht jede Position auch im Lebenslauf mit einer kurzen Beschreibung der wichtigsten Tätigkeiten, die ihr dort gemacht habt, zu versehen. Dann können wir auf einen Blick sehen, ob ihr die wichtigen Tätigkeiten für die neue Stelle schon kennengelernt habt und wichtiges Wissen mitbringt. Wenn man dies konsequent betreibt, heisst das allerdings, dass man seinen Lebenslauf bei jeder Bewerbung spezifisch auf die Stellenausschreibung anpasst.

 

Trotz allem: Haltet den Lebenslauf kurz

Ein Lebenslauf sollte maximal zwei Seiten haben. Bei sehr erfahrenen Bewerbern empfiehlt es sich, einen zusammenfassenden Überblick zu erstellen und Details zu den einzelnen Tätigkeiten in einem ausführlicheren Dokument zusammenzustellen.

Da wir hier keinen standardisierten Beispiellebenslauf einfügen wollen, gibt es hier ein paar Links zu Lebenslauf-Tipps, die wir wirklich gut finden: http://tinyurl.com/3t8vrm6

Viel Spass beim Lebenslaufoptimieren ;-) – Lydia