Welcher Job passt zu mir?



SicherheitshirschWir bekommen immer wieder Bewerbungen, bei denen wir uns fragen, warum der Kandidat sich ausgerechnet auf diese Stelle beworben hat. Der Bewerber passt dann nicht von der Ausbildung oder seinen Neigungen zu dem Job, für den er sich bewirbt. Häufig sind dies Bewerbungen von Studienabgängern, die in ihrer Unizeit keine direkte Richtung eingeschlagen haben. Wenn jemand Medizin studiert hat und später als Arzt arbeiten will, dann ist das eine logischer Schritt nach dem Studium. Aber was ist mit den anderen, häufig weniger geradlinigen Studiengängen?

Das Problem ist oft, dass die Abgänger sich nicht genügend Zeit nehmen zu hinterfragen, worin tatsächlich ihre Stärken liegen und was sie wirklich interessiert oder dies erst zu spät tun. Das Resultat ist dann, dass sie eine Absage nach der anderen erhalten, weil sie von den Recruitern als unpassend für diese Stelle wahrgenommen werden. Wenn sie einen Job bekommen, stellen Sie später aber eventuell fest, dass die Stelle sie nicht erfüllt und ihnen eigentlich gar nicht liegt. Wir möchten euch gerne einige Tipps geben, wie ihr für euch selbst herausfinden könnt, ob eine Stellenausschreibung zu euch passt oder nicht.

 

Die wichtigsten Fragen
Bevor ihr euch auf Jobsuche macht und wahllos Bewerbungen verschickt, nehmt euch Zeit, darüber nachzudenken, was euch Spass macht. Stellt euch selbst zum Beispiel folgende Fragen:

  • Arbeite ich lieber selbstständig oder lieber mit klaren Arbeitsvorgaben?
  • Bin ich eher ein Eigenbrödler oder bevorzuge ich das Arbeiten im Team?
  • Was ist meine Traumvorstellung von meinem künftigen Arbeitsplatz – lieber alleine und hochkonzentriert oder doch im grösseren Büro mit viel Input von allen Seiten?
  • Bin ich eher jemand, der sich gerne an einem Problem festbeisst und ihm auf den Grund geht (Spezialist) oder ist es mir wichtiger, den Überblick über die grösseren Zusammenhänge zu verstehen (Generalist)?
  • Bin ich ein umgänglicher Mensch?
  • Bin ich jemand, der im Team die Initiative ergreift und neue Ideen vorantreibt oder fühle ich mich wohler, wenn ich mich der Mehrheitsmeinung anschliessen kann?
  • Wie wichtig ist mir ein geregelter Tagesablauf?
  • Bin ich kreativ?
  • Bin ich sprachlich talentiert?
  • Was ist das grössere Ziel das ich verfolge: Will ich Karriere machen und alles geben oder lieber einen Job finden, der sich mit meiner Lebensplanung (Familie, reisen, etc) vereinbaren lässt?
  • Was habe ich aus vergangenen Praktika/Nebenjobs mitgenommen, was hat mir dort gefallen und was hat mir nicht gefallen?

Habt ihr Probleme dabei, einige der Fragen über euch selbst zu beantworten? Mein Tipp: Fragt in eurem Freundeskreis, wie die anderen diese Fragen über euch beantworten würden. Somit könnt ihr mögliche Fehleinschätzungen über euch selbst erhalten und bekommt wertvolle Eindrücke davon, wie ihr von anderen wahrgenommen werdet. Aber nehmt das Feedback von euren Freunden positiv auf und freut euch über ihre ehrliche Meinung.

 

Die Suche
Mit dem gewonnenen Wissen über euch selbst macht ihr euch nun auf die Suche nach spannenden Jobs. Wenn ihr eine Jobbeschreibung lest, dann behaltet dabei immer im Auge, inwiefern die Stelle euren Wunschanforderungen entspricht. Wenn ihr euch dazu entscheidet, euch zu bewerben, dann ist es sehr sinnvoll, gleich im Motivationsschreiben auf die oben genannten Fragen einzugehen. Stellt euch beispielsweise als kreative, initiative Person vor, die gerne in einem Team arbeitet, sofern ihr das seid und das für die Stellenbesetzung relevant sein könnte.

Wichtig ist vor allem, dass ihr ehrlich seid! Verkauft euch nicht als jemand, der ihr nicht seid!

Somit legt ihr die Weichen für eine Karriere, die wirklich zu euch passt und macht auf Dauer nicht nur euch selbst, sondern auch eure Arbeitgeber glücklich! ;-)

 

Was für Fragen stellt ihr euch um herauszufinden, ob ein Job wirklich zu euch passt? – Babsi