Der dritte und (bis auf weiteres) letzte Beitrag unserer Serie über Online Personal Branding. Heute mit Fokus auf neue(re) Plattformen, wie Google+, Instagram und Pinterest. Der Trend zu mehr Bildlichkeit wird durch die Plattformen Instagram und Pinterest abgedeckt. Und wer eine Kombination aus Facebook und Twitter mit relativ grossem Einfluss auf das Google-Ranking sucht, ist mit Google+ gut bedient. Aber machen diese Plattformen für Online Personal Branding Sinn?
Viele Social Media Plattformen können sinnvoll sein. Es kommt immer darauf an, wie und wofür man sie braucht. Auch ein Versicherungsmathematiker kann Pinterest für das Online Personal Branding sinnvoll nutzen. Wie das geht? Erfahrt mehr im Beitrag:
Google+ ist tot – lang lebe Google+?
Google+ wurde schon so oft totgesagt, dass die Plattform eigentlich gar nicht mehr existieren dürfte. Und doch steigen die Nutzerzahlen hartnäckig an.
Ganz klar: Wenn man Google+ als Ersatz für Facebook sieht, macht die Plattform keinen Sinn. Google+ sollte man als Kombination aus Twitter (grundsätzlich öffentlich) und Facebook (interaktive Möglichkeiten bei Beiträgen – Links, Fotos, Videos, etc.) sehen und nutzen.
Was Google+ von Facebook und Twitter abhebt, sind die Hangouts. Damit könnt ihr mit bis zu 10 Personen über Video-Chat virtuelle Meetings abhalten. Dazu gibt es viele Zusatzfunktionen, wie z.B. die gemeinsame gleichzeitige Nutzung von Google Docs oder die Bildschirmfreigabe. Zusätzlich könnt ihr Google Hangouts live übertragen (auf Google+ natürlich und auf YouTube).
Für eure eigene Marke im Social Web lässt sich Google+ sehr gut instrumentalisieren. Google+ hat einen positiven Einfluss auf das Google+Ranking (nicht überraschend). Es gibt natürlich auch schon einige Studien zu diesem Thema, wie z.B. hier.
Wie könnt ihr nun vorgehen?
- Legt euch ein Google+ Profil an
- Legt verschiedene Kreise an, die für euch sinnvoll sind (z.B. nach Interessen) und folgt interessanten Personen
- Publiziert Inhalte, die für euch und euren Job relevant sind. Macht ihr das öffentlich, hat dies einen Einfluss auf euer Google Ranking
- Verlinkt auf euer Google+ Profil z.B. auch auf eurem Blog und vor allem in professionellen Netzwerken wie Xing und Linkedin
An Google+ scheiden sich die Geister. Es gibt sehr viele Leute, die keinen Nutzen darin sehen. Wenn ihr aber Social Media umfänglich nutzen möchtet um eure persönliche Marke zu stärken, kommt ihr kaum daran vorbei.
Instagram – sagt mehr als tausend Worte
Instagram ist eine kostenlose App für iOs und Android. Damit lassen sich Fotos aufnehmen, welche ihr direkt bearbeiten und teilen könnt. Mit der App kann man anderen Nutzern auch folgen, Fotos kommentieren und ihnen ein “Herz” geben (analog “Like” bei Facebook).
Bei Instagram ist klar, dass die Plattform nicht für Jeden zur Stärkung der persönlichen Marke nützlich ist. Denn in dieser Rolle sollten die Fotos interessant und auch relevant sein. Arbeitet ihr in einem kreativen Umfeld, ist Instagram aber sicherlich sehr empfehlenswert. Alles, was sich gut in Bildern ausdrücken lässt, eignet sich hervorragend für Instagram.
Mit Instagram könnt ihr die Fotos direkt auf Facebook und Twitter teilen. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Fotos (natürlich nur wenn sie relevant sind) auch auf Google+ und natürlich Pinterest zu teilen.
Pinterest – schöne neue bunte Welt
Pinterest, das zurzeit am schnellsten wachsende soziale Netzwerk, ist im Prinzip eine virtuelle Pinnwand, auf welcher ihr eure Bilder präsentieren könnt.
Obwohl auch Pinterest sehr stark von guten Bildern abhängt (und sich dementsprechend gut für kreative Berufe eignet), kann es, im Gegensatz zu Instagram, von fast jedem von euch professionell genutzt werden. Nur ein kleiner Teil der Fotos auf Pinterest sind vom Nutzer selbst erstellt. Meistens werden Fotos von anderen Pinterest-Nutzern oder Fotos von Webseiten und Blogs geteilt.
Das heisst, dass selbst ein Statistiker Pinterest professionell nutzen könnte, indem er z.B. interessante Grafiken und Statistiken (oder Infografiken), die er selber erstellt bzw. im Internet gefunden hat, auf seiner Pinnwand teilt.
Ihr könntet Pinterest auch als bildhaften Lebenslauf nutzen (aber immer zusätzlich zu eurem Standard-Lebenslauf). Ein bekanntes Beispiel ist “Jeanne for Pinterest”. Mehr zu kreativen Lebensläufen findet ihr auch hier.
Nutzt Snyergien zwischen den verschiedenen Plattformen. Wenn ihr ein neues Foto oder eine neue Pinnwand auf Pinterest veröffentlicht, teilt das auch mit euren Freunden/Fans auf anderen Plattformen!
Zum Schluss noch zwei wichtige Grundsätze:
- Wenn ihr euch für eine oder mehrere Plattformen entscheidet, müsst ihr diese auch pflegen. Denn wenn ihr überall Profile anlegt, diese aber nicht aktiv nutzt, macht das einen schlechteren Eindruck als auf gewissen Plattformen kein Profil zu haben. Dazu haben wir auch schon einen Beitrag geschrieben.
- Wenn ihr diese Plattformen professionell nutzt, solltet ihr auch darauf verlinken. Insbesondere in professionellen Netzwerken wie Xing und Linkedin.
Was haltet ihr von diesen Plattformen für euer Online Personal Branding? Habt ihr schon Erfahrungen damit gesammelt? – Michèle
