Wie bereits im Artikel letzte Woche erwähnt, gilt folgender Grundsatz im Netz: Je mehr Profile ihr online anlegt, desto stärker könnt ihr kontrollieren, was über euch im Internet gefunden wird.
Ganz aktuell wird im 4. Trend Report Online-Recruiting Schweiz 2012 (Prospective Media Services, 2012) bestätigt, dass eine negative Online Reputation dazu führen kann, dass ihr nicht eingstellt werdet.
Das könnt ihr verhindern, wenn ihr
- einerseits eure Online-Reputation regelmässig überprüft (Mehr dazu im Artikel Wie wichtig eure Online Reputation ist)
- und andererseits dafür sorgt, dass die Suchbegriffe, die zu eurem Namen auftauchen, von euch gesteuert werden.
Am einfachsten ist das, wenn ihr aktiv Profile im Internet, also auf Social Media und Social Networking Plattformen anlegt. Natürlich sind nicht alle Plattformen geeignet oder unbedingt nötig. Als Basis solltet ihr euch aber auf jeden Fall auf folgenden Plattformen ein Profil anlegen (und immer aktuell halten!
):
Da habt ihr wahrscheinlich sowieso ein Profil. Und klar, für die meisten unter euch ist Facebook eher privat. Schaut euch deshalb eure Privatsphäreneinstellungen gut an und schränkt diese soweit möglich ein. Einen guten Leitfaden findet ihr hier.
- Es kann aber durchaus sinnvoll sein auch auf Facebook öffentliche Inhalte zu publizieren. Das ist auf Facebook relativ einfach, da man bei jedem Post direkt einstellen kann, wer diesen sehen darf. Ihr könnt, z.B. Artikel verlinken, die für euren Job bzw. für eure Branche relevant sind. Diese werden dann auch von Suchmaschinen gefunden und ihr könnt euch als “Experte” in diesem Bereich profilieren (Vorausgesetzt natürlich, dass ihr gute und aktuelle Inhalte bereitstellt).
- Ihr könnt eurem Wunschunternehmen auf Facebook folgen und euch so einen Informationsvorsprung verschaffen. Denn oftmals werden dort Unternehmensneuigkeiten publiziert und ihr erhaltet einen Blick hinter die Kulissen. Damit könnt ihr auch im Bewerbungsgespräch punkten. Ausserdem werden meist auf den Karrierepräsenzen der Unternehmen auf Facebook aktuelle Stellenangebote publiziert. Mit gut platzierten Kommentaren verschafft ihr euch bereits hier Aufmerksamkeit.
Der Klassiker im deutschsprachigen Raum. Xing ist ist klar als Business-Netzwerk positioniert und eigenet sich dementsprechend gut, um mit Geschäftskontakten in Kontakt zu bleiben. Dazu haben wir bereits etwas in unserer Networking-Serie geschrieben. Auf Xing werden aber auch immer mehr Stellen ausgeschrieben.
Nutzt auch Xing, um aktiv Inhalte zu verbreiten, die für euren Job bzw. eure Branche relevant sind. Wie auch auf Facebook könnt ihr euch so als Experte positionieren und gleichzeitig ruft ihr euch bei euren Kontakten immer wieder ins Gedächtnis. Mehr dazu findet ihr in unserem Artikel zur Pflege von Online-Profilen.
Als weiteres “Must-have” sehen wir Linkedin, insbesondere in der Schweiz oder bei internationalen Kontakten. Es gelten hier die gleichen Regeln wie bei Xing: Haltet euer Profil aktuell und punktet mit spannenden und relevanten Inhalten.
Nächste Woche stellen wir euch weitere nützliche Plattformen fürs Online Personal Branding vor: Von Google+ über Twitter, Pinterest, Instagram bis zum eigenen Blog. Da ist sicher für jeden noch was dabei!
- Michèle

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