Montagstipp: Vorsicht, Recruiter liest mit! – Sicher durch das Social Web



SicherheitshirschWer in sozialen Medien aktiv ist, wird automatisch zu einer öffentlichen Person. Vor den Gefahren für Jobsuchende, die Informationen über sich im Netz preisgeben, wird oft gewarnt.

Aber solltet ihr deswegen wirklich euren Facebook-Account stillegen, wenn es in eine akute Bewerbungsphase geht?

Sicherlich nicht -  denn auf Social Media aktiv zu sein kann sich bei einer Bewerbung auch zu eurem Vorteil auswirken. Einige Regeln solltet ihr trotzdem beachten. Diese gelten übrigens auch ausserhalb der Bewerbungsphase, denn “das Internet vergisst nicht” ;-)

  •  Geht vorsichtig mit euren Einstellungen zur Privatsphäre um: Denkt gut darüber nach, wer euer Facebook-Profil sehen kann. Auch die Auffindbarkeit in Suchmaschinen kann man abschalten.
  • Geht die Liste eurer Kontakte/Freunde/Follower durch und stellt euch die Frage: Wer liest mit und wie könnte mein Profil nach aussen wirken?
  • Nehmt nicht jede Kontaktanfrage an. Personen, die ihr nicht kennt, solltet ihr als Kontakt ablehnen. Personen, bei denen ihr nicht möchtet, dass sie beispielsweise auf private Fotos Zugriff haben, dürft ihr dies auch mitteilen. Ausserdem könnt ihr die Einstellungen von einzelnen Fotoalben ändern und nur bestimmten Personen Zugriff auf einzelne Alben erlauben.
  • Haltet euer Profil in Ordnung: Nur Partyfotos und Posts von Farmville & Co.machen keinen positiven Eindruck auf Recruiter.
  • Kontrolliert, auf welchen Fotos ihr ‘getaggt’ werdet: Entfernt im Zweifel den Tag oder bittet sogar um Entfernung des Fotos. Achtet auch darauf, welche anderen Bilder in dem Fotoalbum erscheinen, in dem ihr getaggt wurdet. Euer Bild mag harmlos sein, aber die anderen…
  • Googelt euch regelmässig selbst: Auf diesem Weg sucht der Recruiter am ehesten. Gefunden zu werden ist nichts schlechtes, aber es kommt auf den Inhalt an. Auch Portale wie yasni oder 123people sind bei Recruitern beliebt zur Recherche vor einem Vorstellungsgespräch. Kleiner Tipp: Setzt euren Namen in Anführungszeichen beim Googeln. Das erhöht die Trefferquote.
  • Keine negativen Posts über euren derzeitigen Arbeitgeber: Das hinterlässt auch bei zukünftigen Arbeitgebern keinen guten Eindruck.
  • Tretet mit euren Fragen an Arbeitgeber heran, die eine Präsenz im Social Web haben. Wir beissen nicht ;-) Im Gegenteil wir freuen uns auf den direkten Kontakt und Austausch mit euch! Bleibt dabei sachlich und beachtet die Netiquette.
  • Professionelle Netzwerke wie Xing oder LinkedIn können euch für den Austausch mit Experten behilflich sein, sei dies im Job oder bei der Abschlussarbeit. Vielleicht entsteht hier ein Kontakt, der den neuen Traumjob bringt? Achtet auch hier darauf, was in eurem Profil steht!
  • Auch ein Blog hilft euch, sich positiv in eurem Fachgebiet darzustellen. Wichtig: Der Blog sollte gepflegt und aktuell sein, eigene Inhalte bieten und Konsistenz zu einem Thema bieten. Mögliche Bloginhalte, die positiv wirken können: Fachliche Themen (ohne dort Interna eures Arbeitgebers zu veröffentlichen!), ein längerer Auslandsaufenthalt, ein interessantes Hobby oder Ehrenamt (solange es noch Raum für euren Job lässt).

Ich hoffe, diese Tips helfen euch sicherer durch das Social Web zu navigieren! – Jonas