…Mit welcher Frage habt ihr im Interview bereits überzeugen können?
Das Interview nähert sich dem Ende. Ihr habt euch bislang erfolgreich geschlagen: Ihr seid gut gekleidet und vorbereitet dem Recruiter begegnet, habt euch mit einem guten Händedruck und Augenkontakt vorgestellt. Dank eurer guten Vorbereitung konntet ihr die Fragen des Recruiters souverän beantworten.
Zum Schluss dreht sich nun das Blatt und der Recruiter fragt euch, ob ihr noch Fragen habt. Wie ihr diese letzte Hürde im Interview meistert, erklären wir euch in diesem Montagstipp:
- Dieser letzter Teil des Interviews, in dem ihr dem Recruiter Fragen stellen könnt, ist keine Hexerei. Auch hier ist das wichtigste: Vorbereitung! Während ihr das www auf der Suche nach Informationen über das Unternehmen durchstöbert, notiert euch eure Fragen, die offen bleiben.
- Überlegt euch vor dem Interview, welche Dinge euch an eurer zukünftigen Arbeit wichtig sind, beispielsweise, wo ihr arbeiten werdet, welche Zusatzleistungen der Arbeitgeber bietet oder welche Unternehmenskultur im Unternehmen herrscht. Schreibt euch eure diese Informationen auf.
- Selbstverständlich könnt ihr den Recruiter auch Fragen zu euren Entwicklungsmöglichkeiten und zu eurer Förderung stellen.
- Dem Vertreter der Fachabteilung oder eurem möglichen Chef könnt ihr natürlich Fragen zu euren zukünftigen Tätigkeiten fragen. Gibt es eine bestimmte Software? Was möchte die Abteilung erreichen? Welche Menschen und Tätigkeiten gibt es in dem Team?
Schreibt euch diese Fragen auf. Wenn euer Ansprechpartner euch auffordert eure offenen Fragen zu stellen, könnt ihr gerne euren Notizzettel herausholen. Dies zeigt, dass ihr vorbereitet seid und euch mit dem Unternehmen beschäftigt habt. Es ist ganz selbstverständlich, dass man in der Vorbereitung nicht zu allen Fragen Antworten findet. Nutzt also diese Chance!
Es gibt allerdings auch einige Dinge, die ihr nicht tun solltet:
- Stellt im ersten Gespräch, vor allem wenn dies ein Telefoninterview ist, nicht die Frage nach dem Gehalt. Dies lässt schnell den Anschein wecken, dass dies für euch der wichtigste Teil an der neuen Position ist.
- Fragt nach möglichst breiten Themen. Wenn ihr nur Fragen zu euren Entwicklungsmöglichkeiten stellt, hinterlässt es schnell den Eindruck, das ihr einzig an eurer Entwicklung interessiert seid, nicht aber am Unternehmen.
- Stellt eine überschaubare Anzahl an Fragen. Bitte bombadiert den Recruiter nicht mit zwanzig Fragen, sondern fragt ungefähr drei bis fünf interessante Fragen, die für euch wichtig sind.
- Stellt nur Fragen, die noch nicht im Laufe des Gesprächs beantwortet wurden.
- Stellt nicht keine Fragen. Wenn ihr am Schluss keine Fragen mehr habt, dann interpretiert euer Gesprächspartner entweder, dass alle Fragen im Gespräch beantwortet wurden (eher unwahrscheinlich) oder, dass ihr euch nicht genügend mit dem Unternehmen im Vorfeld beschäftigt habt und daher keine Fragen habt.
Wenn ihr den Fragenteil bestanden habt, ist das Interview zu Ende. Aber auch danach könnt ihr von Zuhause den guten Eindruck schärfen. Wie das geht, erkläre ich euch nächste Woche.
Was war eurer Meinung nach eure beste eigene Frage in einem Interview, die ihr einem Recruiter gestellt habt? – Lydia
