Das Interview hast du erfolgreich absolviert, die Gehaltsverhandlung souverän abgeschlossen und nun freust du dich auf deinen ersten Arbeitstag. In der Vorbereitung zum Interview hast du dir genau überlegt, welche Kompetenzen wichtig sind um in diesem Job erfolgreich zu sein. Du hast deine bisherige Erfahrung und deine Fähigkeiten auf dieses neue Anforderungsprofil “gematcht”. Danach hast du nach spezifischen Beispielen und Erfolgen gesucht, um zu zeigen, dass du diese Anforderungen erfüllst.
Gratulation! Du wurdest unter vielen Kandidaten ausgewählt, du hast den Job bekommen! Also hat sich der Aufwand ja wirklich gelohnt. Aber jetzt weg mit dem “Interviewvorbereitungskram”, und Gedanken frei für andere, wichtigere Themen – wie z.B. den neuen Job. Doch halt: Sind deine Überlegungen zu den Erfolgskriterien für deine neuen Aufgaben jetzt nicht noch wichtiger als damals beim Bewerbungsprozess? Denn jetzt musst du zeigen, dass du deine neuen Aufgaben wirklich anpacken kannst.
In den nächsten Montagstipps möchten wir euch einige Tipps zur Employability mit auf den Weg geben. Also, wie ihr eure Arbeitsmarktfähigkeit erhalten und ständig weiterentwickeln könnt. Wir verstehen Employability dabei als Arbeitsmarktfähigkeit auf dem internen (unternehmenseigenen), wie auch auf dem externen Stellenmarkt. Employability ist wichtig, nicht um häufig den Job wechseln zu können, sondern um die Sicherheit zu haben, alle relevanten Fähigkeiten zu besitzen um den Job wirklich gut zu machen und auch einen sichtbaren “Impact” erzielen zu können. Gleichzeitig gibt einem eine gute Employability eine gewisse Gelassenheit. Denn man weiss, was man auf dem Arbeitsmarkt wert ist und dass man bei Bedarf wieder schnell eine neue Herausforderung finden könnte.
Die Gedanken, die du dir zu deinen Kernkompetenzen gemacht hast, bilden den roten Faden für deine weitere Karriereplanung und mögliche Entwicklungsmassnahmen.
Wir empfehlen dir, dass du – beispielsweise abgeleitet auf deiner Interviewvorbereitung – prägnante kompetenzbasierte Kurzbeschreibungen deiner wichtigen Erfolge und Leistungen aufschreibst. Du kannst dich dabei an kompetenzbasierte Interviewstrukturen halten (wie z.B. STAR für Situation, Task, Action, Result). Also, kurz die Ausgangssituation schildern, deine Rolle oder deine Aufgabe dabei, deine eingeleiteten Handlungen und die erzielten Ergebnisse. Je spezifischer du deine Kompetenzen mit deinen konkreten Handlungen und den erzielten Resultaten verbinden kannst desto besser.
Am besten entwickelst du ein übersichtliches, baukastenähnliches System um deine Fähigkeiten zu beschreiben und den Fortschritt deiner Kernkompetenzen aktiv nachzuverfolgen (z.B. in einem Excel-Sheet). Bei einem Neueintritt in ein Unternehmen empfiehlt es sich auch kultur- und wertebezogene Verhaltensweisen in dieser Übersicht mit abzubilden (z.B. Integrität, Innovation, Partnerschaftlichkeit, Kundenorientierung).
In den kommenden Montagstipps werden wir uns anschauen, wie du dein Set an Kernkompetenzen gezielt für wichtige “Moments of Truth” innerhalb deines Karrierepfades nutzen kannst, z.B.:
- bei Mitarbeitergesprächen aller Art
- beim Entwicklungsdialog und bei der Leistungsbeurteilung mit deinem Vorgesetzten
- beim Festlegen von gezielten Entwicklungs- und Weiterbildungsmassnahmen
- bei Meetings mit verschiedenen Führungspersonen
- beim Networking innerhalb und ausserhalb der Firma
- bei Teilnahme an Communities oder Expertenforen
Wie haltet ihr euch fit um auf dem Karrierepfad sicher voran zu schreiten, bzw. um auf dem Arbeitsmarkt jederzeit gute Perspektiven zu haben? Wer von euch hat sich schon über das Interview hinaus intensiv mit arbeitsmarktkritischen und/oder unternehmensspezifischen Kernkompetenzen auseinandergesetzt? Wir freuen uns auf euer Feedback. – Andreas
