Pascal Matt ist Werkstudent bei der Baloise und arbeitet seit gut einem Jahr als Assistent im Leitungsteam der IT Schweiz. Gleichzeitig studiert er an der Universität Basel Wirtschaftswissenschaften. Wie er zu dieser Stelle gekommen ist und wie er den Alltag zwischen Büro und Hörsaal meistert erzählt er uns im folgenden Beitrag:
Als ich im Frühjahr 2011 meinen Bachelor der Wirtschaftswissenschaften abschloss, ging es mir wie den meisten meiner Mitstudierenden: Wie mache ich weiter? Im Unterschied etwa zu den Naturwissenschaften ist in meiner Studienrichtung ein Masterabschluss für die spätere Karriere nicht zwingend erforderlich. So wollte ich als Kontrast zu meinem theorielastigen Studium zunächst etwas praktische Erfahrung sammeln. Bei der Stellensuche stiess ich dann relativ schnell auf die Baloise, die einige Jobs für Werkstudenten ausgeschrieben hatte – ideal, um Praxiserfahrung zu sammeln und gleichzeitig schon mit dem Masterstudium zu beginnen.
Meine neuen Vorgesetzten schenkten mir Vertrauen
Nach meinem ersten Vorstellungsgespräch erhielt ich jedoch eine Absage, da ich im Gegensatz zu anderen Bewerbern keine Praxiserfahrung vorzuweisen hatte. Glücklicherweise wurde ich dann aber auf eine andere ausgeschriebene Werkstudentenstelle als Assistent im Leitungsteam der IT Schweiz hingewiesen, wo ich erneut zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Während des Interviews wurde ich in die Vorteile und Herausforderungen der neuartigen Organisationsform der IT Schweiz eingeführt, die gerade eine grössere Restrukturierung hinter sich hatte. Als Wirtschaftsstudent habe ich natürlich keine professionellen Kenntnisse im Informatikbereich, deshalb hatte ich selbst etwas Zweifel an meiner Eignung für die Stelle. Dennoch schenkten mir meine neuen Vorgesetzten ihr Vertrauen.
Durch die detaillierte Einführung meines Vorgängers ist es mir dann doch relativ gut gelungen, mich in meinen neuen Alltag einzuleben. Mein Aufgabenbereich ist sehr gross, ich unterstütze das Leitungsteam wo immer ich kann. Konkret sieht das dann häufig so aus, dass ich unsere Wiki-Plattform “Confluence” pflege, Termine buche, Powerpoint- und Excel-Files erstelle, Workshops oder andere Events organisiere, Material bestelle, oder Büroumzüge plane. Der Reiz meiner Arbeit besteht aber hauptsächlich darin, dass ich morgens oft nicht weiss, was im Laufe des Tages auf mich zukommt. In unserer Abteilung wird eine sehr agile Organisationskultur gelebt, was viel Abwechslung in meinen Arbeitsalltag bringt.
Pendeln zwischen Büro und Hörsaal
Durch das hohe Arbeitspensum von 60% ist es mir nicht möglich, Arbeit und Uni strikt zu trennen. So kommt es, dass ich an manchen Tagen mehrmals zwischen Büro und Hörsaal hin und her pendle. Ich bin es gewohnt zur Vorlesung zu gehen, während meine Arbeitskollegen in der Kantine zu Mittag essen. Die Doppelbelastung von Arbeit und Uni gestaltet meinen Alltag zwar stressig, aber gleichzeitig auch sehr abwechslungsreich. Da ich im normalen Arbeitsalltag keine Zeit zum Lernen finde, kann ich zum Ende des Semesters mein Pensum reduzieren, um mich auf die Prüfungen an der Uni vorbereiten zu können.
Obwohl ich in der IT arbeite und meine Ausbildung in eine andere Richtung geht, kann ich wertvolle Erfahrungen für meine berufliche Zukunft sammeln. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich einen uneingeschränkten Einblick in die Arbeit des Führungsteams erhalte. Die Diskussionen und Entscheidungsfindungsprozesse des Leitungsteams sind für mich sehr interessant, ich lerne viel über das Management einer Abteilung mit mehr als 150 Mitarbeitern. Gerne würde ich auch nach meinem Studium weiterhin bei der Baloise arbeiten!

